Zur Navigation Zum Artikel

Wenn Sie sich diesen Artikel vorlesen lassen wollen benutzen Sie den Accesskey + v, zum beenden können Sie den Accesskey + z benutzen.

20. Januar 2012 13:31 Uhr

Ausrufezeichen in der Natur

Ein Kunstpfad für den Kaiserstuhl

Die kreative Idee für den Kunstpfad Kaiserstuhl nimmt Gestalt an. Anfang Februar wird das Projekt "Kunst.Natur.Kaiserstuhl" (Die BZ berichtete) der Öffentlichkeit vorgestellt.

  1. Auf dem Blankenhornsberg in Ihringen trafen sich die Initiatoren der Kunstaktion "Kunst.Natur.Kaiserstuhl". Foto: Kai Kricheldorff

IHRINGEN. 13 Künstlerinnen und Künstler aus der Regio haben das Projekt vergangenes Jahr aus der Taufe gehoben. Im Einklang mit und als Bereicherung der Natur werden sie diesen Sommer großvolumige Kunstwerke an verschiedenen Stellen am Kaiserstuhl platzieren.

Als weithin erkennbare Wegemale und "künstlerische Ausrufezeichen" sollen sie die Synthese von Kunst und Natur in der einmaligen Landschaft des kleinen Vulkangebirges im Oberrheintal betonen. Für Einheimische und Gäste könnte die Kunstaktion Impulsgeber für die Neu- oder Wiederentdeckung der landschaftlichen Schönheit in und am Kaiserstuhl werden.

Kleinformatige Entwürfe für die aus unterschiedlichen Materialien hergestellten Skulpturen liegen bereits vor. Präsentiert wird die Kunstaktion vom 4. bis zum 12. Februar im Glaspavillon am Eichstetter Bahnhof. Am Samstag, 4. Februar, findet außerdem die Gründungsversammlung des Fördervereins "Kunst.Natur.Kaiserstuhl" statt. Das wurde jetzt auf einer vorbereitenden Zusammenkunft im Staatlichen Weingut Freiburg auf dem Blankenhornsberg in Ihringen beschlossen. An der Aktion werden sich auch die Gemeinden des Kaiserstuhls sowie das "Plenum Kaiserstuhl" mit ideeller Unterstützung beteiligen.

Werbung


Die Projekt-Initiatoren hoffen darauf, dass viele Kunstinteressierte nicht nur dem Verein beitreten, sondern auch Bereitschaft zur aktiven Mitarbeit signalisieren, denn das Projekt ist umfangreich, und es ist langfristig angelegt, wie die Ihringer Steinbildhauerin Brigitte Fuhr, eine der Sprecherinnen der beteiligten Künstler, erklärt. Nicht nur Bildende Kunst wird im Rahmen der Aktion präsentiert, auch Performance-Künstler und Musikerinnen sind dabei.

Die Initiatoren haben bereits die Sponsorensuche aufgenommen, denn die Aktion erfordert finanziellen Aufwand. Die Kaiserstuhl-Gemeinden und Plenum Kaiserstuhl haben zwar umfangreiche materielle Unterstützung in Aussicht gestellt, für die finanzielle Projektförderung bislang aber keine Zusagen gegeben. Auch vom Landratsamt fehlen entsprechende Signale.

Eichstettens Bürgermeister Michael Bruder erklärte sich jedoch bereit, die Kosten für die Vernissage am 4. Februar zu übernehmen. Auf der Internetseite des Kaiserstuhldorfes wurde eine umfangreiche Projektvorstellung eingestellt. Im weiteren Verlauf der Aktion könnten auch grenzüberschreitende Kooperationen, etwa mit Künstlern aus dem Elsass oder der Schweiz, hinzukommen. Im Rahmen der Ausstellung im Glaspavillon von Eichstetten können sich die Besucher ein Bild von den ab Sommer am "Kunstpfad Kaiserstuhl" aufgestellten etwa 20 Objekten machen. An den beiden Ausstellungswochenenden gibt es zudem viele Informationen zu der Kunstaktion und über den Förderverein sowie Konzerte und schauspielerische Aufführungen.

Für Interessenten, die das Kunstprojekt aktiv unterstützen wollen, laden die Initiatoren am 30. Januar um 19.30 Uhr in die Geschäftsstelle der Volkshochschule (Maria-Montessori-Str. 1) in Breisach zu einem weiteren Informationsabend über das Vorhaben "Kunst.Natur.Kaiserstuhl" ein.

Die Öffnungszeiten der Ausstellung (4. bis 12. Februar) im Glaspavillon am Bahnhof Eichstetten sind Montag bis Freitag 17.30 Uhr bis 20.00 Uhr, Samstag 16.30 Uhr – 20.00 Uhr, Sonntag 11.00 bis 18.00 Uhr.

DAS PROGRAMM

Samstag, 4. Februar, 15 Uhr:

Gründungsversammlung des Fördervereins "Kunst.Natur.Kaiserstuhl";

16 Uhr: Vernissage. Eröffnung durch Joachim Bihl, Steinmetz und Bildhauer und Bürgermeister Michael Bruder, Eichstetten. Anschließend sprechen Bruder über "Entstehungsgeschichte, Chronologie des Projekts und Motivation als Bürgermeister von Eichstetten mitzuwirken" sowie Bürgermeister Oliver Rein (Breisach) über "Perspektiven - die Bedeutung des Projekts für eine grenzüberschreitende Zusammenarbeit". Musikalische Umrahmung durch das Duo "Immoment" (Sanne Liedtke, Bettina Schönemann-Lehre) und Christine Kallfaß mit Cordula Sauter (Improvisation und Performance).

Sonntag, 5. Februar, 15 Uhr: Bürgermeister Joachim Schwarz (Endingen) über "Die Bedeutung des Kunstprojekts für die Kaiserstühler Landschaft und ihre Menschen".

20 Uhr:
"Umspielte Kunst" Harfe, Geige und Gesang mit Eigenkompositionen des Duos "Immoment" (Sanne Liedtke, Bettina Schönemann-Lehre).

Samstag, 11.Februar, 15 Uhr:

Bürgermeister Gabriel Schweizer (Vogtsburg) zum Thema "Stellenwert des Kunstprojekts für den Kaiserstühler Tourismus";

20 Uhr: "Moments of Skulptur" Improvisation und Performance (Christine Kallfaß und Cordula Sauter).

Sonntag, 12. Februar, 15 Uhr:

Bernhard Huber, Leiter des Staatsweinguts Blankenhornsberg über "Die Bedeutung des Kunstprojekts für die Weinwirtschaft";

16 Uhr:
Bürgermeister Oliver Rein (Breisach): "Perspektiven - Die Bedeutung des Projekts für eine grenzüberschreitende Zusammenarbeit".

Weitere Infos und Kontakt unter http://www.eichstetten.de ; E-Mail: post-knk@web.de

Autor: Kai Kricheldorff