Hölzchen versenken in lockerer Runde

Aaron Hohenfeld

Von Aaron Hohenfeld

Mi, 21. März 2018

Inzlingen

In Inzlingen treffen sich seit Jahren Spielefans zu einem "6 ins Loch"-Turnier / Der Urwürfel ist Marke Eigenbau.

INZLINGEN (ahd). Gesellschaftsspiele sind wieder sehr angesagt. In der alten Schule in Inzlingen kamen am Samstag 23 Freundinnen und Freunde des Würfelspiels zusammen, um in einem Turnier, das jedes Jahr stattfindet, anzutreten. Gespielt wurde das Spiel "6 ins Loch".

Die Stimmung war ausgelassen und locker. Im Raum der Aquarianer Inzlingen kannte jeder jeden. Um 18 Uhr begann die Vorrunde, gefolgt von Halbfinale und Finale. Ziel ist es, drei Hölzchen loszuwerden, die man am Anfang zugeteilt bekommt. Man würfelt und steckt das Hölzchen in das Loch auf dem Spielbrett, das der gewürfelten Zahl entspricht. Sollte sich dort bereits ein Hölzchen befinden, muss man es herausnehmen und auf die Hand nehmen. In der ersten Runde darf jeder Teilnehmer nur einmal würfeln, in den darauffolgenden Runden beliebig oft beziehungsweise so lange, bis man ein Hölzchen auf die Hand nehmen muss.

Die Besonderheit des Spiels: Würfelt man eine Sechs, verschwindet das Hölzchen für den Rest der Runde, es fällt in einen Glasbehälter unter dem Spielbrett. So kommt das Spiel auch zu seinem Namen.

Das Spiel hat eine gewisse Tradition in Inzlingen. Hans Drechsle, ein Mitspieler und Begründer des Würfelabends, war dabei, als das Spiel das erste Mal aufkam. Zwei Kollegen brachten nach dem Tischtennisspielen immer ein Spiel mit. Eines Tages hatten sie "6 ins Loch" dabei. Ohne Spielbrett, nur mit Würfel, Bierdeckel und Kugelschreiber lernte er es kennen. Eines Abends im Clubraum brachte er das Spiel wieder auf: "Wir hatten keine Würfel, kein Brett. Also ging ich runter in die Schreinerei und holte einen Holzklotz, den wir dann mit einem Kugelschreiber bemalt haben." So entstand der "Urwürfel", wie er genannt wird.

Das Turnier fand zum fünften Mal statt. Gespielt wird schon viel länger, erzählte Michael Kramer, einer der Organisatoren. Nach fast vier Stunden standen die Gewinner fest. Siegerin ist Silvia Meier, Zweiter wurde Andreas Wagner, Rosa Manta Dritte, Dirk Badura Vierter, Rainer Meyer Fünfter.