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13. September 2017

Der neue Kindergarten nimmt deutlich Gestalt an

Auf der Baustelle im Forsthausgarten herrscht auch in den Sommerferien Betrieb / Einzug ins neue Haus wird zum Kindergartenjahr 2018/2019 sein.

  1. Haus im Grünen: Der Kindergartenneubau im Forsthausgarten nimmt Gestalt an. Auf der offenen ersten Ebene gibt es unter anderem Platz für vier Gruppenräume für Kinder über drei Jahre, auf der zweiten Ebene werden die beiden Gruppenräume für unter dreijährige Kinder untergebracht und der Bürotrakt. Foto: Markus Maier

  2. Eine lichtdurchflutete Achse durchzieht den neuen Kindergarten, die von oben her aufs historische Forstamt zuläuft. Foto: Markus Maier

  3. Durchs Grüne führt der neu angelegte Fußweg in den Kindergarten von der Hauptstraße her. Foto: Markus Maier

KANDERN. Bis zur Inbetriebnahme dauert es noch ein gutes Jahr, doch die Konturen des neuen, rund 3,7 Millionen Euro teuren Kindergartens, den die Firma Kammerer im Kanderner Forsthausgarten in die Höhe zieht, sind schon deutlich zu erkennen. Die zwei Ebenen, auf denen sich der Betrieb im neuen Kinderhaus vom Kindergartenjahr 2018/2019 an abspielt, sind errichtet – nun kommt das Flachdach aufs Gebäude. Noch im September soll das erledigt werden, wie Simone Penner vom Stadtbauamt beim Baustellenbesuch der Badischen Zeitung berichtet.

Dann soll auch mit dem Bau der Erschließungsstichstraße zum Kindergarten hin und der Anlage der Kiss-&-Go-Zone am Kindergarten begonnen werden.

Im Untergeschoss des neuen Kindergartens reihen sich um Funktionsräume samt Treppenhaus, Aufzug und Sanitärräume die vier neuen Gruppenräume für die über drei Jahre alten Kinder. Jeweils zwei Gruppenräumen ist ein sogenannter Intensivraum als Rückzugsbereich zugeordnet, in dem sich die Kinder etwa zurückziehen können, um – auch je nach pädagogischem Angebot – zu spielen, zu basteln und dergleichen mehr. Ans Untergeschoss angedockt wurde in Richtung Ochsengasse hin ein Betonkubus, der die Haustechnik beherbergt. Er ist zum Teil in den Hang eingelassen und nimmt die neue Holzhackschnitzelheizung samt Holzschnitzellager auf. Die neue Holzhackschnitzelheizung ersetzt im Übrigen mit ihrer Inbetriebnahme dann die alte in den letzten Jahren störanfällige gewordene Anlage auf dem Forsthausareal, die dann außer Betrieb genommen wird.

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Über die neue Anlage wird dann auch das historische Gemäuer der Forstverwaltung beheizt. Vom ursprünglich einmal angedachten Verbundkonzept der Mitversorgung des oberhalb des Kindergartens entstehenden kleinen Neubaugebietes "Oberer Forsthausgarten" hat man mittlerweile wieder Abstand genommen. Dies deshalb, weil Expertisen aufgezeigt hätten, dass es nicht wirklich wirtschaftlich hätte betrieben werden können: "Nach modernsten Gesichtspunkten errichtete Neubauten nehmen dafür einfach zu wenig Wärme ab", so Penner.

Um das Haus herum entstehen ganz neue Spielelandschaften

Im Erdgeschoss, wo sich der Haupteingang des neuen Kindergartens befindet, werden die beiden Gruppenräume für die Kinder im Alter von unter drei Jahren eingerichtet. Sie haben, wie auch die darunter liegenden Räume für die Kinder über drei Jahren, großzügige Fensterfronten in Richtung Forsthaus hin und ins benachbarte Grün zu den jeweiligen Außenbereichen, deren Gestaltung im Anschluss an den Bau des Gebäudes in Angriff genommen werden soll, wie Simone Penner erläuterte. Hier entstehen dann auch neue Spielelandschaften für die bis zu 120 Kinder, die im künftigen Kinderhaus eine neue Heimat finden werden. Weil das Gebäude in den leicht geneigten Hang eingepasst wird, orientiert sich die Außen(spiel)fläche der älteren Kinder zur Ochsengasse hin, die der Kinder unter drei Jahren auf die andere Gebäudeseite in Richtung der bestehenden Bebauung an der Gartenstraße und zum Forsthaus hin. Auf der zweiten Ebene des Gebäudes kann – falls je nach künftigen Kinderzahlen der Bedarf entstehen sollte – ein Raum in einen zusätzlichen Gruppenraum umgebaut werden, der ansonsten eigentlich als Mehrzweckraum zusätzlich für die Kindergartenarbeit zur Verfügung steht. Auf der Ebene der U 3-Kinder werden – korrespondierend zum Geschoss darunter – auch wieder die entsprechenden Funktionsräume eingerichtet: Zusätzlich finden sich auf dieser Ebene die Räume für das Personal, also etwa das Büro der Kindergartenleitung, aber auch Räumlichkeiten für Besprechungen und für die Mitarbeiter. Damit löse man dann das Problem der viel zu kleinen entsprechenden Räumlichkeiten für das Betreuungspersonal im jetzigen Kindergarten an der Karl-Berner-Straße, so Simone Penner. Diese Ebene beherbergt schließlich auch die Kücheneinrichtung (Spülküche samt Haushaltsküche) und den Speiseraum für die Kindergartenkinder und die Kleinkinder.

Autor: Markus Maier