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20. November 2012

Die Kunst hat Lust aufs Land

Ein Dutzend Mitglieder der Ortenauer Künstlergruppe Eidos stellt in Kippenheim aus / Retrospektive von Walter Sekinger.

  1. Rund 100 Exponate von Künstlern der Eidos-Gruppe sind seit Sonntag in Kippenheim zu sehen. Foto: Decoux-Kone

KIPPENHEIM. Seit Sonntag heißt es wieder: Raus aus dem Atelier und rein in die Ausstellung. Ein knappes Dutzend Mitglieder der regionalen Künstlergruppe Eidos stellt in der Kippenheimer Festhalle an die Hundert Exponate aus. Die Ausstellung ist noch bis zum 2. Dezember zu sehen.

Eidos kommt aus dem Griechischen und steht für Bild. Unter diesem Namen haben sich vor gut 35 Jahren Künstler aus der Region zusammengetan. Es war ihnen ein Anliegen, Kunst aufs Land zu holen, dort wo Ausstellung eher selten sind. Für Kippenheim sind solche Ausstellung derweil gar nicht mehr so selten. Die am Sonntag eröffnete Eidos-Ausstellung findet bereits zum 35. Mal statt und ist inzwischen im Kulturkalender der Gemeinde eine feste Größe.

"Mittlerweile zieht die Ausstellung auch Kunstfreunde aus nah und fern an. Hunderte Besucher lassen die Gemälde, Zeichnungen, Skulpturen und Keramikarbeiten auf sich wirken", gab Kippenheims Bürgermeister Matthias Gutbrod bei der Eröffnung vor Künstlern und zahlreichen Gästen seine Eindrücke früherer Jahre wieder. Die Ausstellung ist in diesem Jahr ganz der Restropektive von Werken von Walter Sekinger gewidmet, der einer der Motoren des Eidos-Projektes ist. Neben einem Selbstporträt im Alter von 17 Jahren sind vom ihm Landschaftsbilder, Schwarzwaldimpressionen, Bäume und Keramik zu sehen. Ein besonderer Hingucker ist das "Rote Haus", ein Bild eines Klosters in der Nähe von Aix-en-Provence. Schreitet man an dem Bild vorbei, scheint der gemalte Weg mitzuwandern und den Betrachter mitten durch das Portal zu führen.

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Um Sekinger herum gruppieren weitere zehn Künstler ihre Werke: Von Egle Brandstätter, einer freischaffenden Malerin aus Lahr, fallen großformatige Akte ins Auge. Von Hansjörg Messner sind Naturlandschaften in Öl und Aquarell zu sehen. Bestechend sind die Bilder von Werner Moser, er zeigt Variationen über traditionelles Design wie Spargel, Labyrinth oder die Hühnerschule. Bei den Werken von Robert Peko (Peter Kopf) dominieren Farben, Landschaften und Porträts; sie formen Konturen und Linien. Schon viele Jahre mit dabei ist das Ehepaar Anita und Georg Schell. Während Anita Schell sich mit ihrer Hinterglasmalerei der naiven Kunst verschrieben hat, sind die großformatigen Bilder von Georg Schell eher expressiv. Licht und Schatten prägen die Werke von Annabella Szabo. Die gebürtige Ungarin gibt Themen ihren eigenen Ausdruck und verewigt die Schönheit des Moments.

Zum ersten Mal dabei ist Uschi, die Schwester von Walter Sekinger. Sie lebt in Paris und auf Korsika, früher in Guadeloupe und Tahiti, wovon ihre Blick auf Landschaften geprägt ist. Schließlich Dorothea Zimmer: Ihr Genre ist die Objektgestaltung sowie die abstrakte und gegenständliche freie Malerei.

Überdies stellt eine ganze Reihe von Schülern aus den Mal- und Zeichenkursen von Walter Sekinger Werke aus. Zu nennen wären: Anneliese Bauer, Ute Fischer, Helga Göhringer, Kurt Kiesele, Edith Kögel, Peter Kurz, Doris Overink, Elisabeth Petri, Brigitte Steinert und Katja Vinci.

Musikalisch umrahmt wurde die Eröffnung der Ausstellung von Jürgen Seitz. Er ist ein großer Freund der Malerei und der Familie Sekinger. Der Freundschaft war auch sein erstes Lied zu Gitarrenmusik gewidmet.

Eidos-Ausstellung, bis 2. Dezember: freitags und samstags von 17 bis 19 Uhr, sonntags von 10 bis 12 Uhr und von 14 bis 18 Uhr.

Autor: Andrea Bär