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24. Februar 2010 23:52 Uhr

Neue Netiquette auf badische-zeitung.de

Kommentieren Sie unter Ihrem richtigen Namen!

Die Badische Zeitung hat die Diskussionsregeln von badische-zeitung.de geändert: Es ist nicht mehr möglich, unter Fantasienamen Kommentare zu veröffentlichen. Warum gehen wir diesen Schritt?

Es gibt viele Faktoren, die beeinflussen, ob Online-Diskussionen gehaltvoll oder trivial, ob sie respektvoll oder rüde im Ton geführt werden. Wenn sich Kommentarautoren mit ihrem Vor- und Nachnamen zu erkennen geben, so hat dies grundsätzlich einen positiven Einfluss darauf, wie fundiert, ernsthaft und rücksichtsvoll Debatten geführt werden. Wir sind der Meinung, dass dies die Qualitätsmerkmale sein sollten, die die Online-Diskussionen einer Tageszeitung auszeichnen.

Aus diesem Grund ändern wir die Diskussionsregeln auf badische-zeitung.de, so dass künftig nicht mehr unter Fantasienamen (Pseudonymen) diskutiert werden darf.

Dass Menschen Diskussionen im Internet unter ihrem echten Namen führen, ist nichts Außergewöhnliches. In den 90er Jahren, also in der Frühzeit des World Wide Web, war es in den Newsgruppen des damaligen Usenets üblich, dass Gruppenmitglieder ihren Vor- und Nachnamen angaben. Analog dazu ist es heute in Sozialen Netzwerken wie Facebook oder Xing selbstverständlich, dass sich die Nutzer nicht hinter einem Pseudonym verstecken, wenn in Gruppen oder auf Fanseiten diskutiert wird.

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Große Online-Angebote wie das der New York Times bieten darüber hinaus Facebook-Nutzern über die Schnittstelle "Facebook Connect" eine Funktion an, um auf einfache Weise der Webseite der New York Times diskutieren zu können, ohne sich registrieren zu müssen – auch hier unter ihrem echten Namen. Auch das junge Freiburger Newsportal fudder nutzt Facebook Connect. Grundsätzlich ist ein sehr starker Trend im Internet zu beobachten, dass Online-Nutzer unter Preisgabe ihrer wahren Identität kommunizieren und interagieren.

Natürlich gibt es Argumente gegen die Umstellung auf Echtnamen, die wir Ernst nehmen. Das wichtigste Argument: Das Internet vergisst nichts – Pseudonyme sind notwendig, um die Privatsphäre von Online-Nutzern zu schützen. Aus diesem Grund wollen wir Ihnen, verehrte Kommentarautoren, so viel Kontrolle über Ihre privaten Daten geben wie möglich:
  • Alle Kommentare, die vor der Umstellung auf Klarnamen veröffentlicht wurden, sind wie bisher Ihrem Pseudonym (und nicht dem echten Namen) zugeordnet.
  • Kommentarautoren können Kommentare, die Sie veröffentlicht haben, jederzeit löschen.
  • Kommentarautoren können Ihr Benutzerprofil jederzeit löschen. Dies hat zur Folge, dass sämtliche Kommentare, die Sie veröffentlicht haben, anonymisiert werden.
  • Wir tragen auf badische-zeitung.de darüber hinaus technisch Sorge dafür, dass Google & Co so wenig wie möglich von Ihnen speichern. Vereinfacht ausgedrückt verbieten wir den großen Suchmaschinen, die Kommentare und die Namen ihrer Autoren in ihren Suchindex aufzunehmen.
Trotzdem können wir nicht kategorisch ausschließen, dass Ihr Name im Kontext eines Nutzer-Kommentars von einer Suchmaschine gefunden wird. Dies könnte zum Beispiel eintreten, wenn Ihr Beitrag auf einem Internetangebot (Forum, Blog) zitiert wurde. Darauf haben wir leider keinen Einfluss.

Ergänzung
(26.2.2010): Bitte beachten Sie: Wenn Sie kategorisch ausschließen wollen, dass Ihr Echtname nicht online zu finden ist, dürfen Sie nicht unter Ihrem echten Namen kommentieren

Wir werden unsere Kommentarfunktion am Donnerstagnachmittag (25.2.2010) auf Echtnamen umstellen. Jeder Kommentar-Autor wird darüber explizit auf badische-zeitung.de informiert und gebeten, dieser Änderung der Netiquette zuzustimmen. Ohne diese Zustimmung können keine weiteren Kommentare veröffentlicht werden. Die Profile von Kommentarautoren, die künftig unter einem offensichtlichen Pseudonym kommentieren wollen, müssen wir leider deaktivieren.

Es ist der Redaktion der Badischen Zeitung ein großes Anliegen, gemeinsam mit Ihnen gehaltvoll und respektvoll auf dieser Plattform zu diskutieren. Zu dieser Diskussion laden wir Sie, verehrte Leserinnen und Leser, herzlich ein!

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Autor: Markus Hofmann