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12. April 2011 17:08 Uhr

Natur und Geschichte erwandern

Der "Vierburgenweg" verbindet das Elztal mit der Vorbergzone des Nördlichen Breisgau. Wer auf ihm wandert, kommt ins Schwärmen: Die 31 Kilometer lange Route von der Waldkircher Kastelburg bis zur Burg Lichteneck oberhalb von Kenzingen-Hecklingen zeigt, warum der Kreis Emmendingen zu den schönsten Regionen Deutschlands zählt.

  1. Auf der Hochburg ziehen für den Vierburgenweg alle an einem Strang Foto: hans-jürgen truöl

  2. „Höfisches Zeremoniell“: l Foto: hans-jürgen truöl

  3. Ratold Moriell stellt die Konzeption des Faltblatts vor. Foto: hans-jürgen truöl

  4. Auf dem Vierburgenweg: im Forlenwald zwischen Hecklingen, Bombach und Malterdingen Foto: hans-jürgen truöl

  5. Mächtige Hochburg-Mauern über dem Brettental Foto: hans-jürgen truöl

Schon vor einem halben Jahrhundert kam der Gedanke auf, die vier bedeutendsten Burgen im Kreisgebiet wandermäßig miteinander zu verknüpfen. Nun hat eine Projektgruppe ganze Arbeit geleistet, um den Vierburgenweg wieder ins Bewusstsein zu rufen. Bei Freunden von Breisgauer Historie und Landschaftslerlebnissen dürfte diese Aktion Begeisterung hervorrufen. Denn die vier Burganlagen sind Wahrzeichen ihres jeweiligen Gebiets und zählen zu den touristischen Höhepunkten des Kreisgebiets.

Um dies zu beweisen, präsentierte sich die Projektgruppe Vierburgenweg stilecht auf der Hochburg. Auf der mächtigen Burganlage zwischen Windenreute und Sexau stellten sich in historischen Gewändern Burgführerinnen und Burgführer vor und machten Appetit auf ihre Ausflüge in vergangene Zeiten. Eingangs der Zeremonie am Rothgatter Tor der Hochburg hatte Siegfried Markstahler vom Förderverein der Burg Landeck das neue Faltblatt als gelungenes Gemeinschaftswerk gewürdigt und allen Beteiligten, Partnern und Sponsoren gedankt.

Der Naturpark Südschwarzwald hat fürs Faltblatt 2610 Euro zugeschossen, erläuterte deren Finanzexpertin Melch. "So ein Projekt mit historischen Führungen in Gewändern ist super", lobte sie.

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Landrat Hanno Hurth bewertete das Projekt als Ausdruck des sehr vielseitigen Kreises Emmendingen und geriet beim Blick ins Brettental ins Schwärmen über "diese herrliche Kulturlandschaft". Das Faltblatt sei ein wegweisendes touristisches Werbeprodukt für den Landkreis.

Die Karte des Faltblattes hat der frühere Kreisplaner Ratold Moriell in seiner Eigenschaft als Vorsitzender des Emmendinger Schwarzwaldvereins gestaltet. Die "alten Gemäuer mit ihrer tollen Aussicht nannte er "vier Perlen an einer Schnur". Da 31 Kilometer doch ziemlich viel für eine Tagestour seien, empfehle er zwei Etappen: Kastelburg – Hochburg und Hochburg – Landeck – Lichteneck. Im Raum Malterdingen und Hecklingen sei der Vierburgenweg neu festgelegt und markiert worden, ergänzte Moriell. Die Aufnahmen fürs Faltblatt stammen von der Fotografin Iris Rothe, ansprechend und übersichtlich gestaltet wurde es von der Grafikdesignerin Anja Schmidt.

Als "Kastelburg-Köchin" erzählte Barbara Kern von heilsamen Kräutern und von Bibern, die die katholische Kirche in der Fastenzeit als "Fisch" definiert hatte – somit durften sie gegessen werden.

Das Fazit der Anwesenden fiel einhellig aus: Eine Wanderung auf dem Vierburgenweg verbindet auf wunderbare Art Natur mit Kultur, Landschaft mit Geschichte. Das neue Faltblatt wird im Landratsamt Emmendingen, in Rathäusern und Touristinfos ausliegen.

Autor: Hans-Jürgen Truöl