Zur Navigation Zum Artikel

Wenn Sie sich diesen Artikel vorlesen lassen wollen benutzen Sie den Accesskey + v, zum beenden können Sie den Accesskey + z benutzen.

04. Februar 2009 14:49 Uhr

Solarregio Kaiserstuhl: Drei Preisträger

Der Klaus-Bindner-Zukunftspreis der Solarregio Kaiserstuhl hat drei neue Preisträger. Der erste Preis ging an Georg Löser (Gundelfingen), den zweiten Platz erhielt Werner Mildebrath (Sasbach). Mit dem dritten Platz wurde eine Gemeinschaftsaktion in Waldkirch gewürdigt.

  1. Preisverleihung in Weisweil: Von links Bernhard Steinhart und Dieter Nagel (Waldkirch), Werner Mildebrath(Sasbach) und Georg Löser (Gundelfingen), Foto: Ilona Hüge

Der Zukunftspreis der Solarregion Kaiserstuhl, benannt in Gedenken an den Gründer des Vereins Klaus Bindner, wurde in der Rheinwaldhalle vergeben. Der Gästekreis war groß, der Fanfarenzug Ritter Hermann aus Weisweil umrahmte die Veranstaltung. Weisweils Bürgermeister Oliver Grumber hielt ein Grußwort als Gastgeber und Dieter Ehret (FDP) im Namen der Landtagsabgeordneten. Die Schüler der Solar-AG des Gymnasiums Kenzingen, im vergangenen Jahr einer der Preisträger, bewirteten die Gäste.

Die Festrede hielt die SPD-Bundestagsabgeordnete Astrid Kluge, parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit. Kluge setzte sich gerade in der aktuellen Finanzkrise "für mehr statt weniger Klimaschutz" ein. Investitionen in den Klimaschutz seien genau das, was das Land braucht, sagte Kluge. Denn sie seien  Investitionen in die Zukunft und in eine Wachstumsbranche. "Wir brauchen Tüftler, die ausprobieren und mitdenken, engagierte Unternehmer und Einrichtungen, die mitmachen", forderte sie.

Damit gab Kluge einen passenden Übergang zur Preisverleihung. Ausgezeichnet wurden zwei Tüftler und Solarpioniere. Den ersten Platz, der mit 2000 Euro dotiert ist, erhielt Dr. Georg Löser (Gundelfingen). Die Laudatio übernahm Erhard Schulz (Emmendingen), Sprecher der badisch-elsässischen Bürgerinitiativen und ein Wegbegleiter Lösers. Der Biologe und Physiker Löser hat sein Einfamilienhaus beim Bau 1987 gar nicht erst ans Stromnetz angeschlossen. Maximal 1000 Kilowattstunden verbraucht die vierköpfige Familie pro Jahr und gewinnt den Strom aus erneuerbaren Energien, erklärte Schulz. Löser engagiere sich seit dem Widerstand gegen das Kernkraftwerk Wyhl für erneuerbare Energien, veröffentliche regelmäßig Anleitungen zum Energiesparen und ist Vorsitzender des regionalen Umweltschutz-Fachvereins ECO-trinova, der Diskussionsrunden veranstaltet. Löser wird das Preisgeld für die Arbeit von ECO-trinova spenden, sagte er in seiner Dankesrede.

Werbung


Erneuerbare Energien: Pioniere und Wegbereiter ausgezeichnet

Werner Mildebrath (Sasbach) ist als Solarpionier der ersten Stunde bekannt. Er erhielt den zweiten Preis, der mit 1000 Euro dotiert ist. Bereits 1976 installierte der heute 80-Jährige die erste Solaranlage auf seinem Dach. Er experimentierte mit Windkraft und ist heute dabei, sein eigenes Heizkraftwerk ständig zu verbessern. Mildebrath gehört zu den Initiatoren der Sasbacher Sonnentage, den ersten Ausstellungen zur neuen Technik. Im vergangenen Jahr wurde er in Anerkennung für sein Lebenswerk das erste Ehrenmitglied des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND) in Baden-Württemberg. Die Gemeinde Sasbach ehrte ihn mit der Bürgermedaille, betonte Sasbachs Bürgermeister Jürgen Scheiding bei der Laudatio auf Mildebrath.

Den dritten Platz erhielt das Gemeinschaftswerk aus Waldkirch. Der Verein "Forum Waldkirch", die Werbegemeinschaft und die Stadtwerke stellten die Weihnachtsbeleuchtung von herkömmlichen Glühbirnen auf stromsparende Leuchtdioden um. Die Investitionen lagen bei 20 000 Euro, doch es wird enorm gespart. Denn die 2827 Glühbirnen verbrauchten  42 405 Watt und verschlangen 1758 Euro Stromkosten. Die 2827 LED verbrauchen nur 2827 Watt und Stromkosten von 117 Euro. Ganz nebenbei sank in Waldkirch auch die CO2-Belastung um 4611 Kilogramm je Weihnachtssaison, rechnete Rudolf Höhn vor. Der Vorsitzende der Solarregio Kaiserstuhl hielt die Laudatio für das "leuchtende Beispiel" aus Waldkirch, übergab das Preisgeld von 500 Euro und ermunterte zum uneingeschränkten und endgültigen Abschied von den Glühbirnen.     

 

 

 

Autor: hü