Die Eulen sind jetzt wieder zurückgekehrt

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Mi, 25. März 2015

Kreis Lörrach

Die trinationale Arbeitsgruppe des Naturschutzbundes wurde im vergangenen Jahr von der UNO ausgezeichnet.

LÖRRACH (BZ). Die Kreisgruppe Lörrach des Naturschutzbundes (Nabu) arbeitet weiterhin engagiert für den Artenschutz und die biologische Vielfalt; dazu gehören Projekte wie ""Streuobst und Steinkauz" "Amphibienschutz" oder das neue Projekt "Heimische Wildpflanzen im Garten", wie laut einer Mittelung des Verbands in der Mitgliederversammlung im Naturfreundehaus Lörrach berichtet wurde. Sie habe fünf Gartenfachbetriebe in Lörrach, Rümmingen und Steinen dafür gewinnen können, vom Nabu empfohlene heimische Pflanzen und Sträucher anzubieten, berichtete Annette Windhausen. Auf Schildern und Faltblättern kläre man die Kunden darüber auf, wie sie mit heimischen Pflanzen einen Beitrag zur Artenvielfalt leisten und wie sie mit torffreier Erde die Moore schützen könnten.

Franz Preiß fasste die Arbeit zum Schutz der Streuobstwiesen und des Steinkauzes, einem Bewohner der Obstwiesen, in Zahlen. 140 Brutröhren für den Kauz betreuen die Naturschützer am Tüllinger Berg und im südlichen Markgräflerland. Während er im Jahr 1992 im Projektgebiet weniger als zehn Steinkauzjunge zählte, seien es im 2014 mehr als 50 gewesen, so Preiß. Erfreut berichtete er, dass die Eule nach vielen Jahren wieder bei Herten, Grenzach-Wyhlen und Adelhausen beobachtet wurde. Der Nabu betreue zudem 17 Hektar Streuobstwiesen. Um die Ehrenamtlichen zu entlasten, habe man die Pflege von elf Hektar an den Landschaftserhaltungsverband (LEV) übergeben, berichtete Preiß. Eine Nabu-Wiese bei Tannenkirch werde von einer Hinterwälder-Herde beweidet.

Stefan Kaiser kümmere sich mit seiner Amphibiengruppe um Kreuz- und Geburtshelferkröten. Die Kaulquappen der Kreuzkröte entwickelten sich in Kleinstgewässern, die schnell austrocknen, zum Beispiel in nassen Ackerfurchen oder in Wasserlachen in Kiesgruben, schilderte er. Gefährdet sei die Kröte, weil ihr Landlebensraum immer mehr zugebaut werde und weil immer mehr Kiesgruben zuwachsen würden. Zehn Tümpel habe der Nabu 2013 angelegt, in drei davon seien im vergangenen Jahr Kreuzkrötenlaich gefunden worden. Für die Geburtshelferkröte hätten die Naturschützer bei Fischingen zudem ein Biotop mit Teich und Kalksteinriegeln angelegt.

Christine Hercher von der Bezirksgeschäftsstelle des Nabu in Freiburg habe es als schönen Erfolg gewertet, dass die trinationale Arbeitsgruppe zum Schutz des Steinkauzes vergangenes Jahr von der UNO im Rahmen der Dekade der Artenvielfalt ausgezeichnet worden sei. Vorstandsmitglied Matthias Grupe würdigte die Verdienste des Biologen Karl Kuhn, der 2014 starb. Im Raum Rheinfelden sei er das Gesicht des Nabu gewesen.
Wahlen:
Das fünfköpfige Vorstandsteam bilden: Stefan Kaiser, Kassierer Rolf Dietrich (wieder gewählt), Andreas Lang, Armin Kreutner, Barbara Stecher (neu)
Info und Kontakt: http://www.nabu-loerrach.de Tel. 07621/591959.