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26. August 2016

Schneller und ohne jede Belastung

CDU-Bundestagsabgeordneter Armin Schuster tauscht sich mit Badischen Jägern zur Novelle des Bundesjagdgesetzes aus.

  1. Halbautomatische und automatische Langwaffen dürfen bald nur noch drei Schuss haben. Foto: Dpa

LÖRRACH (BZ). Die Novelle des Bundesjagdgesetzes, die Europäische Feuerwaffenrichtlinie und die Erfahrungen der Jäger mit dem baden-württembergischen Jagd- und Wildtiermanagementgesetz (JWMG) standen laut einer Pressemitteilung der Badischen Jäger Lörrach im Zentrum eines Gedankentausches der Mitglieder der Hegeringe Markgräflerland und Blauen-Kandertal mit dem regionalen CDU-Bundestagsabgeordneten Armin Schuster. "In Berlin hat es viele Unmutsäußerungen über die geplatzte Novelle des Bundesjagdgesetzes gegeben", berichtete Schuster laut der Mitteilung bei dem von den Jägern initiierten Treffen. Für die Jäger sei das nicht gut gelaufen.

Der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) hatte kurz vor der Sommerpause die große Jagdnovelle im letzten Moment gestoppt, bevor diese in den Bundestag eingebracht werden konnte. Die Novelle hat zum Ziel, die Standards in Deutschland zu vereinheitlichen. Unter anderem sind bundesweit einheitliche Vorgaben für Jägerausbildung und -prüfung geplant. Erstmals sollen überdies einheitliche Kriterien für Jagdmunition eingeführt werden. Die Tötungswirkung soll maximiert werden, um den Tierschutz zu stärken und gleichzeitig soll der Bleieintrag minimiert werden.

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Im September soll die kleine Novelle des Bundesjagdgesetzes den Bundesrat passieren. Danach ist es Jägern weiterhin gestattet auf der Jagd halbautomatische Langwaffen zu führen, wenn diese mit maximal drei Patronen geladen sind. "Auch die Verhandlungen zur Änderung der Europäischen Feuerwaffenrichtlinie gestalteten sich schwierig", wusste der Bundestagsabgeordnete zu berichten. Dies hänge mit der aktuellen Situation zusammen. Für Deutschland sieht Schuster keinen weiteren Regelungsbedarf. "Wir haben eines der strengsten Waffengesetze überhaupt", so der stellvertretende Sprecher des Innenausschusses. Offen sei allerdings noch, ob künftig bei der Ausstellung einer Waffenbesitzkarte nicht nur ein behördliches Führungszeugnis verlangt werde, sondern auch eine Abfrage beim Verfassungsschutz.

Die anschließende Diskussion drehte sich unter anderem um die Frage, ob nicht von illegalem Waffenbesitz ein größeres Bedrohungspotenzial. Schuster wies daraufhin, dass die illegale Beschaffung von Waffen im Internet ein großes Problem sei. "Doch was das Internet anbelangt, gilt vielen der Datenschutz mehr als die Sicherheit", beklagte er. Schuster reklamierte eine EU-weite konsequente Umsetzung bestehender Standards. So sei bekannt, dass einige Staaten wie die Slowakei die EU-Richtlinie zur endgültigen Deaktivierung von Feuerwaffen nur sehr zögerlich umsetzten.

Autor: bz