Zur Navigation Zum Artikel

Wenn Sie sich diesen Artikel vorlesen lassen wollen benutzen Sie den Accesskey + v, zum beenden können Sie den Accesskey + z benutzen.

08. April 2014 14:52 Uhr

Kreis Waldshut

Schweiz ändert zum 1. Juli Wareneinfuhr für ihre Bürger

Ab dem 1. Juli 2014 treten neue Regelungen für Waren im Reiseverkehr für Schweizer Bürger in Kraft. Was Tabak-und Spirituosenhändler in Deutschland freuen dürfte, denn die Schweiz hat die Freimengen dieser Artikel erhöht.

  1. Viele Lebensmittelhändler auf deutscher Seite übernehmen mittlerweile die Nahversorgung anliegender Schweizer Gemeinden, sagt Uwe Böhm von der IHK International. Foto: dpa

Die Neuregelung dürfte vor allem auch den Lebensmitteleinzelhandel entlang der Grenze zur Schweiz betreffen, so die Einschätzung von Uwe Böhm, Geschäftsführer International der IHK Hochrhein-Bodensee.

Da zwischenzeitlich viele Lebensmitteleinzelhändler auf deutscher Seite auch die Nahversorgung für die anliegenden Schweizer Gemeinden übernehmen, müssen diese sich auf die neuen Regelungen einstellen. Einerseits wird die Veranlagung von Waren im Reiseverkehr vereinfacht und der Grenzübertritt soll laut Medienmitteilung der Schweizer Eidgenossenschaft beschleunigt werden.

Freibetrag von 300 Franken

"Im Detail ergeben sich aber doch Änderungen gegenüber den bisherigen Gewohnheiten", so Böhm in einer Pressemitteilung. "Der durchschnittliche Einkaufswert liegt bei 25 bis 30 Euro", so Uwe Böhm auf BZ-Nachfrage. Die 300-Franken-Grenze sei aber für diejenigen von Bedeutung, die den wöchentlichen Großeinkauf in grenznahen deutschen Städten erledigen.

Gemäß den neuen Bestimmungen, die der Bundesrat Anfang April genehmigte, müssen Reisende, die Waren in die Schweiz einführen wollen, zwei grundsätzliche Fragen am Zoll beantworten: Übersteigt der Gesamtwert der Waren die Wertfreigrenze von 300 Franken und werden die definierten Freimengen überschritten? Werden beide Fragen mit "Nein" beantwortet, sind keine Abgaben zu bezahlen. Sonst fallen Mehrwertsteuer und Zollabgaben an.

Werbung


Noch eine Änderung gibt es: Die Wertfreigrenze von 300 Schweizer Franken pro Person und Tag beinhaltet zukünftig auch alkoholische Getränke und Tabak. Wird der Betrag von 300 Schweizer Franken überschritten, muss die Mehrwertsteuer auf den Gesamtwert aller Waren bezahlt werden.

Die Änderung bedeutet aber auch die Erhöhung mancher Freimengen, wie Böhm in der Mitteilung vorrechnet: Bisher durften zwei Liter alkoholische Getränke bis 15 Volumen-Prozent eingeführt werden. Nun seien es fünf Liter bis 18 Volumen-Prozent. Bislang durften 200 Zigaretten mitgebracht werden, nun sind es 250.
Überblick

Der Bundesrat hat im April folgende Änderungen bei den Freimengen verabschiedet:

Fleisch/Fleischwaren: ein Kilogramm

Butter/Rahm: ein Kilo/Liter

Öle/Fette: fünf Kilo/Liter

Alkohol: fünf Liter bis 18 Prozent, ein Liter über 18 Prozent-Volumen

Zigaretten/Zigarren: 250 Stück

Tabak: 250 Gramm

Fleisch/Fleischwaren: 17 CHF je Kilo

Butter/Rahm: 16 CHF je Kilo/Liter

Öle/Fette: zwei CHF je Kilo/Liter

Alkohol bis 18 Prozent: Zwei CHF je Liter

Alkohol über 18 Prozent: 15 CHF je Liter

Zigaretten: 0,25 CHF pro Stück

Tabak: 0,10 CHF pro Gramm

Mehr zum Thema:

Autor: BZ/vep