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24. Oktober 2011

Beste Stimmung beim Schlagerfestival

Mara Kayser, Tony Marshall und Reiner Kirsten elektrisieren ebenso wie die Reichenbacher Lokalmatadoren, das Buurequartett.

  1. Gutgelaunt: Toy Marshall Foto: Heidi Foessel

  2. Das Reichenbacher Buurequartett in Aktion Foto: Heidi Foessel

  3. Volles Haus: Die Bühne auf dem Marktplatz war am Wochenende dicht belagert. Foto: HEIDI FÖSSEL

LAHR. Schlagerstars aus zwei Generationen haben am gestrigen Sonntagnachmittag auf der Chrysanthemenbühne am Lahrer Marktplatz gestanden. Der 1969 geborene Reiner Kirsten führte durchs Programm und heizte die Stimmung in Sekundenschnelle an. Als Gäste hatte er Mara Kayser (geboren 1966) und Tony Marshall, Jahrgang 1938, dabei.

Den Anfang aber machte aber das Buure-Quartett aus Reichenbach, das bewies, dass seine lustigen, fetzigen Hits auch außerhalb der Fasent für Stimmung sorgen. Während die Chrysanthemenkönigin Heike würdevoll durch das zahlreich erschienene Volk lustwandelte, machte ihr oben auf der Bühne der "Blumenmann" Mirco Sahl in einem quietschbunten Blümchenkleid nicht wirklich Konkurrenz. Beim eigens für den Auftritt auf der Chrysanthema geschriebenen Lied " Der Willi und die Emma, die fahr’n zur Chrysanthema" sang das Publikum schon fröhlich mit. Und natürlich durfte der Fasentshit der letzten Saison über die "Küh im Stall" nicht im Programm fehlen.

Aufgeheizte Stimmung bei frostigen Temperaturen. Während in der Heimat der Buure und der Chrysanthemenkönigin, in den Stadtteilen Reichenbach und Kuhbach, den ganzen Tag die Sonne schien, blieb Lahr im Nebel. "Uns reicht’s ja schon, wenn es nicht regnet", tröstete Oberbürgermeister Wolfgang G. Müller die Gäste, die sich zu helfen wussten. Glühwein und heiße Wurst wärmten von innen – und ein bisschen Bewegung konnte auch nicht schaden.

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Immer wieder ermunterte Reiner Kirsten die Zuhörer: "Hände hoch und klatschen", und das Publikum machte bereitwillig mit. Eigene Lieder und Schlager-Klassiker wie das unverwüstliche "Aber dich gibt’s nur einmal für mich" waren genau nach dem Geschmack des vorwiegend älteren Publikums. Temperamentvoll kam Mara Kayser auf die Bühne und besang "Alle Männer dieser Erde" – was den anwesenden Herren natürlich runterging wie süffiges Chrysanthemenbier. "Ich will mehr, ich will mehr" forderte sie in einem weiteren Song, doch das Publikum wartete fast schon ungeduldig auf Tony Marshall, das Schlager-Urgestein aus Baden-Baden. Der war des Lobes voll über Lahr und die Chrysanthema. Kurz vor seinem Auftritt hatten sich zwei schwäbische Gäste noch unterhalten über die neusten Nachrichten in der Klatschpresse: "Hesch ghert, der Marshall soll jo pleite sei". Der Volksmusik-Titan sah sich sogar veranlasst, auf diese Veröffentlichungen einzugehen. Doch die "Schöne Maid" und die "Hände zum Himmel" sind so herzerfrischende Gute-Laune-Lieder, dass sie die Schattenseiten des Lebens eines Schlagerstars überdecken.

Sehr gut besucht war die Stadt, und auch die Geschäfte dürften mit dem Erfolg des verkaufsoffenen Sonntags zufrieden sein. Viele Gäste waren mit Einkaufstüten bepackt. Nicht nur der Marktplatz war an den Grenzen seiner Aufnahmefähigkeit, sondern auch die Cafés und Restaurants, die Straßen und Parkplätze. Ein gelungener Auftakt zur Chrysanthema.

Autor: Juliana Eiland-Jung