Ein Kunstweg als ein Stückchen Heimat

wob

Von wob

Mo, 12. September 2016

Lahr

Der Wickertsheimer Weg wurde in einer Feierstunde eingeweiht.

LAHR (wob). Die Erinnerung an den "Lohrer Moolersmann" Wilhelm Wickertsheimer bleibt lebendig. In einer Feierstunde ist am Freitag im Haus zum Pflug der Wickertsheimer Weg anlässlich des 130. Geburtstages des Kunstmalers eingeweiht worden. Stadt und Schwarzwaldverein würdigten das große Engagement des Initiators und Ideengebers Eberhard Stulz, dem es zu verdanken gewesen ist, dass der Rundweg durch Lahr entstehen konnte.

Dank und Anerkennung zollte Bürgermeister Guido Schöneboom dem Ideengeber Eberhard Stulz. In einem harmonischen Dreiklang, so der Kulturbürgermeister vor 100 Gästen, sei das Projekt durch das gemeinsame Engagement von Schwarzwaldverein, Stadt Lahr und Sponsoren entstanden. Der neue Weg, der von der vom künftigen Stadtmuseum bis zum Café Süßes Löchle über eine rund sechs Kilometer lange Rundstrecke führt, sei auch ein "Stück Heimat", so Schöneboom. Beim Blick in die Vergangenheit, die an den Infostelen und -tafeln beim Betrachten der Motive lebendig werde, komme es zu einer Verschmelzung von Kunst und Stadtentwicklung. Die Standorte des "Loohrer Moolersmanns" seien auch Teil der Gegenwart. Schöneboom dankte der Familie Wäldin von der Erbengemeinschaft Wickertsheimer, die es möglich gemacht habe, den Kunstweg in die Tat umzusetzen. "Das ist Heimatpflege", betonte in der Feierstunde der Vorsitzende des Schwarzwaldvereins Lahr, Andreas Kaufmann. Er dankte allen Unterstützern und Sponsoren, besonders Eberhard Stulz, dem früheren Vorsitzenden und Präsidenten des Schwarzwaldvereins, für dessen Einsatz. "Der Wickertsheimer Weg ist ein Stück Heimat", sagte Kaufmann. Dann war der Initiator und unermüdliche Motor Eberhard Stulz an der Reihe. Er nahm die Gäste mit auf den Kunstweg und erläuterte die Motive Wickertsheimers, die an den Stationen durch Textbeiträge von Walter Caroli ergänzt werden. Jing Siefert-Wen umrahmte die Feierstunde auf der Violine. In Würdigung der Arbeit für den Wickertsheimer Weg überreichte Eckart Wäldin Stulz ein Ölgemälde des Kunstmalers mit einem Motiv der Feldbergregion, in der Wickertsheimer gerne und oft gemalt habe.