Filmgespräch zu "Ost-Komplex"

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Mi, 08. November 2017

Lahr

Zeitzeuge Mario Röllig dabei.

LAHR (BZ). Ein Filmgespräch zum Dokumentarfilm "Der Ost-Komplex" gibt es im Forum-Kino am Mittwoch, 15. November, 19.30 Uhr, in Anwesenheit des Zeitzeugen Mario Röllig.

Im Film des Regisseurs Jochen Hick "Der Ost-Komplex", der auf der Berlinale Premiere hatte, steht der Zeitzeuge Mario Röllig im Vordergrund. Röllig kommt, wie er selber sagt, aus einem SED-treuen Elternhaus und ist in Berlin-Friedrichshagen aufgewachsen. In seiner Jugend beginnt er sich vermehrt für Männer zu interessieren. Er unterhält eine Freundschaft zu einem West-Berliner Politiker. Wegen der Beziehung und auch weil er es strikt ablehnte, seine Mitmenschen zu bespitzeln, versucht er im Juni 1987 über Ungarn nach Jugoslawien zu fliehen. Sein Fluchtversuch scheitert, er wird verhaftet und muss eine Woche im Budapester Polizeigefängnis verbringen. Anschließend wird er der DDR-Staatssicherheit übergeben, so die Pressemitteilung des Kinos. Im Untersuchungsgefängnis des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) wird er für drei Monate inhaftiert. Am 8. März 1988 passiert er mit einem Interzonenzug die deutsch-deutsche Grenze in Richtung Bundesrepublik.