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12. November 2008 13:14 Uhr
Zum Warm-up geht BAP aufs Dorf
Niedecken zum BAP-Konzert in Altenheim
BAP geht vor Tourneen gerne aufs Land. Vor fast drei Jahren hat sich die Band in Haslach im Kinzigtal auf ihre Tour vorbereitet. Warum es jetzt Neuried-Altenheim geworden ist, verrät Wolfgang Niedecken im BZ-Interview.
NEURIED-ALTENHEIM. Die Kölner Band BAP spielt das erste Konzert der Radio-Pandoratour in Altenheim – wer’s immer noch nicht glaubt: Bandchef Wolfgang Niedecken hat es im Interview mit den BZ-Redakteuren Peter Bomans und Ulrike Derndinger bestätigt. Der 57-Jährige freut sich auf Neuried, die Fans – und den badischen Wein.
BZ: Herr Niedecken, waren Sie schon mal in Neuried-Altenheim?Niedecken: In Neuried war ich noch nicht. Aber ich weiß jetzt, nachdem ich auf der Landkarte geguckt habe, dass es halbwegs in der Nähe von Offenburg ist.
BZ: Richtig. Sie waren noch nie hier, aber kennen den Christian Messerschmidt ganz gut.
Niedecken: Ja, klar. Denn Chrischi kenne ich schon ewig. Der betreibt ja seine Fan-Homepage mit einem unglaublichen Enthusiasmus seit zehn Jahren. Ich freu’ mich sehr auf das erste Warm-up-Konzert bei ihm zu Hause.
BZ: Glauben Sie, dass Sie was zu sehen bekommen von seiner Heimat?
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Niedecken: Das denke ich schon. Ich bin nun überhaupt kein Technikfreak, und am ersten Tag werde ich mehr Zeit haben als mir lieb ist, Neuried anzugucken. Vielleicht werde ich mir auch Straßburg angucken.
BZ: Wer kam denn zuerst auf die Idee, in Neuried zu spielen?
Niedecken: Die Idee wurde von Chrischi und unserem Tourmanager aus der Taufe gehoben. Irgendwann kamen die beiden zu mir und fragten mich, was ich davon halte.
BZ: Und das war?
Niedecken: Ich fand das direkt prima. Ich habe ja sogar das Plakat dafür entworfen. Eine sehr fröhliche Materialcollage, das Original habe ich Chrischi geschenkt.
BZ: Sind denn kleinere Orte wie Neuried allgemein besser für Warm-up-Konzerte?
Niedecken: Dafür braucht man vor allem ein aufmerksames Publikum. In den Neunzigern haben wir die Warm-ups immer gerne in der Eifel gemacht. Das ist uns aber irgendwann aus dem Ruder gelaufen, denn das wurden Kampftrinkerveranstaltungen. Wir haben die unter falschem Namen gemacht wie die "Sieben Böhnchen" oder "Lumpenpack" – da war eigentlich klar, das ist BAP. Da sind wir dann überhaupt nicht mehr dahinter gekommen, welche Songs nun funktionieren und welche nicht funktionieren.
BZ: Dann sind Warm-up-Konzerte so was wie Testkonzerte?
Niedecken: Ja. Wenn man es ganz böse ausdrücken will, dann freuen wir uns auf ganz viele aufmerksame Versuchskaninchen. Das neue Album ist im Mai rausgekommen und bisher haben wir nur wenig daraus vor Publikum gespielt. Jetzt scharren wir alle in freudiger Erwartung in den Startlöchern.
Ob Wolfgang Niedecken Alemannisch versteht, wo er die Mundart gegenüber dem Hochdeutschen im Vorteil sieht, was er sich vom Konzert in Altenheim noch verspricht, was er vom Dudelradio auf allen Kanälen und was er vom badischen Wein hält, lesen Sie morgen in der Badischen Zeitung.
- BZ-Gewinnspiel: Tickets für BAP gewinnen
- BZ-Interview mit dem Veranstalter: BAP spielt in Altenheim
- Die Fanseite im Internet: www.bap-fan.de
- Hörproben: Stücke von der CD "Radio Pandora"
Autor: ude
