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24. Dezember 2009

"Uns geht es um die Musik"

BZ-INTERVIEW mit Henning Lehmann über das David-Bowie-Fieber und sein Konzert am Samstag.

  1. Henning Lehmann Foto: BZ

LAHR. Am Samstag wird im Schlachthof ein neuer Wirkstoff gegen eine schon länger grassierende Krankheit getestet: das David-Bowie-Fieber. Die Ansteckungsgefahr ist hoch, das Medikament heißt "Bowmanic", soll nach dem homöopathischen Prinzip funktionieren und garantiert frei von gefährlichen Nebenwirkungen sein. Kurz vor dem Start der Versuchsreihe sprach unsere Mitarbeiterin Ulrike Le Bras mit dem Leiter der "Projektgruppe Bowie", Henning Lehmann.

BZ: Henning, erinnerst du dich, wann genau du dich mit dem Bowie-Fieber angesteckt hast?
Lehmann: O je, das ist schon lange her, das muss so Anfang bis Mitte der 70er Jahre gewesen sein. Diese Phase wird unser Konzert im Schlachthof am Samstag auch abdecken: von 1970 bis 1983.
BZ: Neuere Sachen gibt es von Bowie nicht?
Lehmann: Sagen wir mal so – seine beste Schaffenszeit hatte er in jenen Jahren. 2004 war er dann nochmal auf Deutschland-Tour. Da hat er seine alten Sachen ganz neu interpretiert, mit viel mehr Schmackes und ohne die Glitzereffekte von früher. Diese neue David-Bowie-Seite wollen wir am Samstag herausstellen. Wir werden uns also nicht zu Kasperles mit roten oder grünen Haaren machen. Uns geht es um die Musik, nicht um die Show drumherum.

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BZ: Von wem stammt eigentlich die Idee zu diesem Bowie-Konzert?
Lehmann: Die ist von mir, genau wie der Name "Bowmanic". Ich hatte schon vor 15 Jahren an sowas gedacht, konkret wurde es aber so vor einem Jahr. Und in diesem Mai hatten wir eine erste Probe.
BZ: Was hat dich daran gereizt, ein ganzes Konzert nur mit Bowie-Sachen zu machen?
Lehmann: Dass es außer uns in Deutschland bisher keine Band gibt, die ein Bowie-Liveprogramm spielt. Und dass dabei ein großer Stil-Mix möglich ist – es gibt da Pop, Rock, Balladen und mehr. Worüber ich mich auch freue: Bei diesem Konzert spielen wir durchweg Lieblingslieder von mir.
BZ: Die Besetzung von Samstagabend – ist die noch streng geheim?
Lehmann: Nee, das ist kein Geheimnis! Charlie Lüftner an den Drums, am Bass "Quick" Nick Bisognano aus Freiburg, Gitarre Axel Deyda, am Keyboard Helmut Fischer. April-Lee McManus wird als Backing-Vocal dabei sein und mein Sohn Luca an der Percussion.
BZ: Wird es "Bowmanic" nur einmal geben?
Lehmann: Nein, die Folge-Gigs sind schon geplant. Am 10. Februar in der "Galerie" in Herbolzheim, danach ist das Jazzhaus Freiburg im Gespräch und einige andere Konzerte im süddeutschen Raum.

Bowmanic

Bowmanic

Einen ganz besonderen Abend bietet die Lahrer Rockwerkstatt mit Bowmanic und Orange Cue am Zweiten Weihnachtsfeiertag, 21 Uhr, bei ihrem traditionellen Weihnachtskonzert im Schlachthof. Mit dem Projekt "Bowmanic" hat der bekannte Musiker Henning Lehmann eigens für diesen Abend eine illustre Band zusammengestellt, um dem Lahrer Publikum ein ganz besonderes David Bowie Tribute zu präsentieren.  

Autor: BZ

Autor: ulb