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14. Oktober 2013

Direkt ausgekontert

Sebastian Karl vom TV Lahr gewinnt den 31. Ettenheimer Stadtlauf / Kleines Teilnehmerfeld.

  1. Neun Kilometer lang hielt sich Sebastian Karl (rechts) zurück, am Ende sprintete er allen davon. Foto: p. aukthun

LAUFSPORT. Nachdem der Ettenheimer Stadtlauf im vergangenen Jahr aus der Stadt heraus führte, ging es am Sonntag bei der 31. Ausgabe des Laufes vom LV Ettenheim für die Läufer wieder mitten durch die Altstadt. Sebastian Karl vom TV Lahr gewann das Hauptrennen über zehn Kilometer in 34:51 Minuten. Bei den Frauen siegte seine Vereinskollegin Svenja Abel (36:33 Minuten).

Am Ende war es deutlich. Mit aufrechtem Oberkörper und kurzen Schritten sprintete Sebastian Karl in der vierten Runde alleine um die letzten zwei Kurven der 2,5 Kilometer langen Rundstrecke Richtung Ziellinie an der Stadthalle. 34:51 Minuten zeigte die Uhr für den Erstplatzierten an. 13 Sekunden später folgte der Friesenheimer Peter Späth, wiederum acht Sekunden danach Sascha Roming vom TTC Köndringen ("Mir ging auf dem letzten Kilometer die Puste aus"). Neun Kilometer lang bildeten die drei Läufer die Spitzengruppe, der 21-jährige Sebastian Karl stets an hinterer Stelle. Bis der zehnte und letzte Kilometer anbrach. "Ich habe den Sprint angesetzt", erinnerte sich der 44-jährige gebürtige Ettenheimer Peter Späth später. "Sebastian hat mich direkt ausgekontert und mir gezeigt, dass er halb so alt ist wie ich." Nicht einmal.

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Neben dem Altersvorteil entschied vor allem dessen sportliche Kernkompetenz das Rennen. "Hinten raus hat mir geholfen, dass ich 800 Meter Läufer bin", so Karl, der bald mit der Vorbereitung für die Qualifikation zur Deutschen Hallenmeisterschaft in Leipzig für eben jene Disziplin beginnt. Kommentare zu seinem eigenwilligen Laufstil, wie er sie auch in Ettenheim hörte, kennt er. "Darauf werde ich oft angesprochen. Ich mache sehr kurze Schritte und komme mehr über die Frequenz", so Karl. "Das ist eben mein eigener Laufstil."

Der neue alte Stil des Stadtlaufs war an diesem Tag das große Thema. "Durch die Rohanstadt und das Stadttor zu laufen, das ist für mich der Ettenheimer Stadtlauf", sagte Peter Späth. "Die Strecke war besser als im letzten Jahr. Die Atmosphäre beim Laufen durch die Stadt ist einfach schöner", sagte Sascha Roming. Auch der Sieger fand Gefallen an der Rundstrecke durch die Altstadt. "Sie war relativ schnell und durch die unterschiedlichen Beläge zwischen Asphalt und Kopfsteinpflaster auch anspruchsvoll, das hat Spaß gemacht", so Sebastian Karl.

Dem positiven Grundtenor entgegen stellte sich jedoch die Statistik. Mit 76 Läufern war die diesjährige Auflage die schwächste der vergangenen vier Jahre. 2012 gingen bei schlechterem Laufwetter noch 111 Läufer auf die Strecke. Auch die Zuschauerresonanz war in diesem Jahr verhalten.

Alle Ergebnisse finden Sie im Internet unter: http://www.stadtlauf.lv-ettenheim.de

Autor: Daniel Weber