Nachtmeeting des TV Rheinfelden

Silvan Wicki aus Basel dominiert im Sprint

Jochen Dippel

Von Jochen Dippel

Mo, 03. August 2015

Leichtathletik (regional)

210 Leichtathleten beim 27. Nachtmeeting des TV Rheinfelden / Omar Tareq feiert zwei Siege.

LEICHTATHLETIK. Renommierte Leichtathleten und absolute Top-Leistungen haben zwar gefehlt, doch überzeugte auch das 27. internationale Nachtmeeting des TV Rheinfelden mit gutem Sport in der Breite und vor allem seiner einzigartigen Atmosphäre unter Flutlicht. 210 Teilnehmer aus Südbaden, der Schweiz, Frankreich und dem Vorarlberg waren am Start.

"So viele hatten wir schon länger nicht mehr", bilanzierte TVR-Abteilungsleiter Thomas Rist, der sich auch mit dem Ablauf ("Kurz, kompakt und interessant") rundum zufrieden zeigte. "Dabei hat uns die deutsche Jugendmeisterschaft am selben Wochenende schon etliche Starter gekostet." Indes wolle der Verein vom Termin seiner Traditionsveranstaltung, stets am ersten Ferienwochenende, auch in Zukunft nicht abrücken. Schließlich stehen dann noch die diesmal 45 Helfer aus dem eigenen Verein und einigen Nachbarklubs zur Verfügung – Eltern, Trainer und Betreuer.

Auch Petrus spielte mit. "Das Wetter war ideal, nicht zu warm und nicht zu kalt", freute sich Rist, "dazu wehte ein kleines Lüftchen, leider in die falsche Richtung." Dennoch gab es im Sprint die wohl besten Leistungen. Dies galt vor allem für die Schweizer Athleten, die das Meeting als letzten Test vor den nationalen Titelkämpfen in einer Woche nutzten.

Über 100 Meter belegten sie die ersten sechs Plätze. Topathlet war Silvan Wicki von Old Boys Basel, der sowohl über 100 als auch über 200 Meter nicht zu schlagen war. Der 20-Jährige blieb über 100 Meter in 10,79 als Einziger unter der Elf-Sekunden-Marke und verwies Pascal Müller (BTV Aarau/11,03) und Ariis Stefano (LC Basel/11,12) auf die Plätze. Schnellster Oberrheinläufer war der 19-jährige Luca Ambrosy (TuS Höllstein) in 11,79. Über 200 Meter triumphierte Wicki in 21,70 Sekunden vor Müller (21,85). Bester vom Oberrhein war der 17-jährige Gianmarco Tissier (TV Grenzach) in 24,26 Sekunden.

Bei den Frauen war Valerie Reggel (LV Winterthur) in 12,25 Sekunden über 100 Meter nicht zu schlagen. Die 28-jährige Eidgenossin ließ Rebekka Eberle (12,27) und Jaqueline Gyssler (12,61) vom USC Freiburg hinter sich. Über 200 Meter gewann Eberle (25,06) vor Alexandra Roser (TSV Freudenstadt/25,66). Schnellste Oberrheinsprinterinnen waren Chiara Wetzel (TV Wehr/12,94) sowie Sinah Hänßler (TuS Höllstein/27,20).

Ein Glanzlicht setzte auch Omar Tareq (TuS Lörrach-Stetten), der gleich über drei Laufstrecken antrat. Er gewann souverän sowohl über 3000 Meter in 8:47,11 als auch über 800 Meter in 2:01,69 Minuten. Und zum Spaß lief er die 200 Meter in 27,42 Sekunden.

Eine große Sorge hat Rist dennoch: Der marode Zustand der Bahn: "Die ist nach fast drei Jahrzehnten stark in die Jahre gekommen und an etlichen Stellen kaputt, unzumutbar oder gar gefährlich." Davon überzeugte sich beim Meeting auch Oberbürgermeister Klaus Eberhardt. Rist hofft nun, "dass die Stadt so viel Geld investiert, dass für die nächsten zehn Jahre Ruhe ist, zumal sich in diesem Zustand keine badische Meisterschaft ausrichten lässt."