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12. September 2008

Brücke sichert Bähnleradweg ab

In Holzschlag führt künftig eine Holzbrücke die Radler gefahrenlos über die B 315 / Neue Broschüre aufgelegt

  1. Brücke über die B 315 bei Holzschlag Foto: Haderer Manfred

LENZKIRCH Der Bähnleradweg, vor wenigen Monaten erst bis Neustadt erweitert, wird sicherer. Unmittelbar vor Holzschlag wird in den kommenden Wochen der gefährliche Übergang über die Bundesstraße beseitigt. Stattdessen entsteht als erster Schritt des weiteren Ausbaus nach Bonndorf auf Bonndorfer Gemarkung mit Zuschüssen eine Holzbrücke, die die Radler künftig gefahrlos über die viel befahrene Bundesstraße geleitet.

Auf dem Weg zum "Radwanderweg ohne Höhenmeter", der vermutlich schon im kommenden Jahre eine Etappen-Rundtour Schwarzwald – Hochrhein – Schwarzwald anbietet, geht es wieder ein gutes Stück voran. Dieser Radwanderweg, der auch für Familien mit Kindern und für ältere Radwanderer gut zu bewältigen sein soll, muss auch das "Sicherheitsetikett" erfüllen. Eine Schwachstelle war bisher stets die Überquerung der Bundesstraße unmittelbar vor dem Bonndorfer Ortsteil Holzschlag. Weil dort die alte Eisenbahnbrücke fehlt, mussten die Radler erst den Bahndamm hinab fahren und dann die B 315 überqueren.

Als der Lenzkircher Bähnleradweg 2003 eröffnet und auf Bonndorfer Gemarkung noch einige 100 Meter bis zum Gasthaus Krone in Holzschlag geführt wurde, machte man sich bereits Gedanken, wie die Radler möglichst sicher die Bundesstraße 315 queren könnten. Mit einer künstlich gebremsten Abfahrt auf beiden Seiten und Absperrungen versuchte man, die Gefahr möglichst gering zu halten. Außerdem wurden an der Bundesstraße Warnschilder mit Hinweisen auf querende Radfahrer aufgestellt. Die Erfahrung zeigte, dass die gut gemeinten Maßnahmen nicht optimal waren. Gerade an der Querungsstelle wird die Straße schnell befahren und auch die Abfahrten erwiesen sich als problematisch. Es kam zu Stürzen und gefährlichen Situationen.

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Mit der jetzt im Bau befindlichen Brücke ist ein großer Schritt in Sachen Sicherheit gemacht. Interessant ist, dass die neue Brücke genau an jener Stelle gebaut wird, an der vor vielen Jahren die ehemalige Bahnbrücke abgerissen wurde. Bei den Ausschachtungsarbeiten kamen sogar die Fundamente der ehemaligen Eisenbahnbrücke wieder zum Vorschein.

Außer auf dieses Brückenbauwerk können die Freizeitradler inzwischen auch auf bessere Wegführung und Qualität der Trasse auf Bonndorfer Gebiet hoffen. Bonndorf schnürte erst kürzlich eine Art "Gesamtpaket" für den Bähnleradweg auf der eigenen Gemarkung, denn dort lag bisher noch einiges im Argen. Allerdings summieren sich die Kosten in diesem Bereich auf über 400 000 Euro, so dass man auf einen Zuschuss aus Fördermitteln des Naturparks Südschwarzwald hofft.

Mehr Glück hatte man bisher auf Lenzkircher Gebiet, wo der Radweg seit zwei Jahren sogar teilweise asphaltiert ist und deshalb sehr gut angenommen wird. Nicht nur Skater nutzen die Trasse zwischen Unterlenzkirch und Holzschlag, sondern auch etliche Skiclubs verlegen ihr sommerliches Langlauftraining auf den Radweg. Die Lenzkircher Kur- und Touristik hat vor einigen Wochen außerdem ein sechsseitiges Faltblatt zum Bähnleradweg aufgelegt. Neben dem detaillierten Streckenverlauf informiert die Broschüre auch über den historischen Hintergrund und die sehenswerten Besonderheiten an der Strecke.



Autor: Manfred-G. Haderer