Pure Freude bei Micha Bächle

Peter Stellmach

Von Peter Stellmach

Di, 24. Oktober 2017

Löffingen

Für Bräunlingens künftiges Oberhaupt stehen Abschiede an.

LÖFFINGEN (pes). Montagmorgen, Micha Bächle war wieder an der Arbeit als Referent im Büro des Landtagsabgeordneten Patrick Rapp, obwohl die Wahl zum Bürgermeister von Bräunlingen gerade ein paar Stunden zurücklag. Der 31-jährige Löffinger freute sich, fast hören konnte man am Telefon, wie er strahlte über seinen Wahlsieg gegen eine Kandidatin und zwei Kandidaten. Mit 68,1 Prozent der Stimmen lag er weit voraus.

"Damit hatte ich nicht gerechnet", sagte er der BZ, gemeint war der Sieg in der Zähringerstadt im ersten Wahlgang mit einem so deutlichen Ergebnis (die BZ berichtete). Allenfalls darauf hoffen hatte er dürfen, denn in solchen Konstellationen ist meist ein zweiter Urnengang notwendig. Was ihn auch freut, ist die hohe Wahlbeteiligung von 69,1 Prozent, verleiht das doch dem Erfolg einen noch größeren Stellenwert und ist Vertrauensbeweis und Rückhalt. Begeistert hatte ihn, mit welch großem Interesse die Bräunlinger die Wahlveranstaltungen besuchten. Gemeinsam mit seiner Frau Meike genoss er am Sonntagabend das Bad in der Menge und nahm die Glückwünsche entgegen.

An den Ratstisch rückt Rudolf Heiler

Der Bräunlinger Fahrplan steht für den künftigen Bürgermeister. Am 1. Januar tritt er sein Amt an, am 14. Januar wird er darauf vereidigt. Mittelfristig plant er den Umzug in die Zähringerstadt. In Löffingen will er in den nächsten Tagen mit Bürgermeister Tobias Link abstimmen, wie er aus der Kommunalpolitik ausscheidet. 2009 erstmals gewählt, ist Bächle nicht nur stellvertretender Fraktionschef der CDU, sondern auch Bürgermeisterstellvertreter. Übergaben und Verabschiedungen stehen da an. Als seinen Nachrücker am Ratstisch benennt er Rudolf Heiler. Was die Vertretung Links angeht, steht noch nichts fest.

Und was wird aus dem Präsidenten des Blasmusikverbands Hochschwarzwald? Bächle sieht keinen Zeitdruck, das Amt niederzulegen oder an einen kommissarischen Nachfolger zu übergeben. Gewählt ist er bis 2018, und die Zeit bis dahin will er für einen geordneten Übergang nutzen.