Lösung in Sicht

Raubtierhof und Schwarzwaldpark wollen sich zusammen tun

Martin Wunderle

Von Martin Wunderle

Sa, 17. Dezember 2016 um 16:40 Uhr

Löffingen

Der Raubtierhof Walliser soll nun doch im kommenden Jahr in den benachbarten Schwarzwaldpark integriert werden. An den Plänen wird noch gearbeitet, bis Ende Januar sollen sie fertig sein.

Der Schwarzwaldpark soll wieder eine Attraktion für Löffingen und die Besucher werden. Das jedenfalls versprach Besitzer Ottfried Reichle im Rahmen eines Pressegesprächs am Freitag. Auch wird es künftig eine Zusammenarbeit zwischen dem Schwarzwaldpark und dem Raubtierhof Walliser geben. Die genauen Details sind allerdings noch zu klären.

Die Zukunft des Schwarzwaldpark war ungewiss

Anlass waren Reklamationen von Besuchern im Schwarzwaldpark, die sich im vergangenen Sommer häuften und die auch bei der Hochschwarzwald Tourismus GmbH eingingen. Immerhin wirbt die Hochschwarzwaldcard mit dem Park. Darauf habe er spät reagiert, räumt Ottfried Reichle ein, doch damals sei es noch ungewiss gewesen, wie es mit dem Park weitergehen solle. Ende September habe er dann die Entscheidung getroffen, die Leitung des Parks noch einmal selbst zu übernehmen, um ihn wieder in Schwung zu bringen.

Und weil der Winter vor der Tür stand, habe man sich darauf geeinigt, als Erstes die Indoorhalle "Sammys Dschungelland" anzugehen und die Halle so zu gestalten, dass sie wieder für Familien attraktiv ist und Kinder länger verweilen können. Die Idee einen Hochseilgarten zu bauen, will Reichle angesichts der kurzen Sommers jetzt vielleicht in die zwölf Meter hohe Halle verlagern. Außerdem fehle bisher ein Angebot für Jugendliche zwischen 12 und 25 Jahren.

In der Weihnachtszeit soll es jetzt vom 26. Dezember bis 8. Januar jeden Tag von 4 bis 16 Uhr ein Kinderprogramm mit Animation geben. Die Leitung übernimmt Dieter Sirringhaus, der lange der Familienpark in Villingen betreut hat. Er will täglich Spielaktionen, Puppentheater und eine Minidisco bieten.

Im Februar sollen die Umgestaltungen beginnen

Auch im Park soll es Änderungen geben, für die es aber bisher nur teilweise konkrete Pläne gibt. Im Februar, wenn der Winter vorbei ist, wolle man mit den Umgestaltungen starten. Auf jeden Fall soll der Raubtierhof Walliser mit in den Park integriert werden, versicherte Reichle. Konkret sei zwar noch nichts festgelegt, aber es gebe Gedanken, die sich lohnen umgesetzt zu werden. So sollen auch die großen Gehege verkleinert werden, damit die Besucher mehr Kontakt zu den Tieren haben.

Einige Tierarten werde man auch austauschen, um den Park für Kinder attraktiver zu machen. Vor allem die Affen finden derzeit bei Kindern großen Zuspruch, versicherte Reichle. Tierarten, die vom Aussterben bedroht sind, will Reichle nicht mehr im Park haben. Auch bei den Freizeiteinrichtungen soll einiges verändert und erneuert werden, dafür sei die Planung aber noch im Gang.

Genug Platz für Löwen und Tiger

Die künftige Zusammenarbeit zwischen Wallisers Raubtierhof und dem Schwarzwaldpark bestätigte auch Fritz G. Ramsaier, Dezernent für Gesundheit und Versorgung und damit auch Leiter des Veterinäramts im Landratsamt. Inzwischen seien die Missverständnisse zwischen Wallisers und Ottfried Reichle ausgeräumt es habe auch schon ein gemeinsames Gespräch sowie Einzelgespräche mit Jan und Christian Walliser und Ottfried Reichle und Gespräche im Regierungspräsidium selbst zu dem Thema gegeben.

Für den Raubtierhof werde im Bereich des Schwarzwaldparks eine Fläche zur Verfügung gestellt. Details über die genaue Fläche und sonstige Vereinbarungen müssen zwar noch geführt werden, Ramsaier ist jedoch zuversichtlich, dass die Verhandlungen bis Ende Januar zum Abschluss gebracht werden können. Dabei werde von Seiten des Veterinäramts auch sichergestellt, dass das Säugetiergutachten eingehalten wird und den Tigern und Löwen künftig genügend Fläche für eine stationäre Unterbringung zur Verfügung steht.

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