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20. Februar 2016

DHBW präsentiert neuen Studiengang an der Cult

Ab Herbst hat die Duale Hochschule mit der Universität Mulhouse ein deutsch-französisches Informatikstudium im Programm.

  1. Jan M. Olaf, Klemens Schnattinger und Ulrike Menke trommeln für einen neuen zweisprachigen IT-Studiengang. Nur der Roboter muss nicht französisch sprechen können. Foto: Willi Adam

LÖRRACH (dam). Die Duale Hochschule stellt bei der Lörracher Bildungsmesse Cult (3. und 4. März) einen neuen deutsch-französischen Studiengang vor, der ab Herbst an der DHBW Lörrach und an der Uni Mulhouse angeboten wird. Der Studiengang trägt den Titel Regio Informatica und richtet sich an Informatikinteressierte Bewerber mit guten Kenntnissen in Deutsch und Französisch. Die Lörracher Bildungsmesse Cult ist der erste öffentliche Auftritt für den Studiengang, der zum neuen Studienjahr erstmals im Angebot sein wird.

Zwar liegt noch keine abschließende Genehmigung für dieses neue Angebot vor, doch weil das vermutlich nur noch Formsache ist, geht die DHBW schon ins Rennen um qualifizierte und motivierte Studierende. Der zweisprachige Studiengang soll künftig im DHBW-Informatikangebot eine Art Leuchtturmprojekt sein. Mit der zweisprachigen Komponente, mit der direkt ins Studium integrierten Auslandserfahrung und mit dem interkulturellen Aspekt, der allein durch die Erfahrungen mit anderssprachigen Kommilitonen aber auch in speziellen Seminaren vermittelt wird, bietet Regio Informatica nach Ansicht der Verantwortlichen einige Vorzüge. "Wir wollen mit dem neuen Angebot die französischinteressierten für die Informatik abholen", sagt Studiengangsleiter Jan M. Olaf. Sein Kollege Klemens Schnattinger ergänzt, dass die DHBW mit dem Angebot an zweisprachige oder zumindest sprachinteressierte Schulabsolventen das Spektrum an potenziellen Informatikern erweitern kann.

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Derzeit entscheiden sich nämlich weniger Abiturienten für ein duales Informatikstudium als die Wirtschaft an Plätzen anbietet. 127 Partnerunternehmen mit einem oder mehreren dualen Informatikstudienplätzen sind in der Kartei der DHBW gelistet. Im aktuellen Studienjahr wurden 87 Plätze besetzt, 40 blieben frei. Für das nächste Studienjahr fürchtet die DHBW, es könnten noch mehr sein. Mit dem neuen Studiengang wolle man deshalb nicht nur die ansprechen, die ohnehin eine starke Affinität zur Informatik haben – also "nicht nur die Nerds", wie Schnattinger scherzhaft formuliert. Vielmehr setzt die DHBW darauf, dass französischsprechende Schüler aus der Region eine neue Möglichkeit haben, etwas mit ihrem Sprachtalent anzufangen. Außerdem will die Hochschule auch an den etwa 80 deutsch-französischen Schulen in ganz Deutschland für Regio Informatica werben. So kann die DHBW auch räumlich die potenzielle Nachfrage erweitern. Wegen der Sprachkompetenz, der Auslandserfahrung, der interkulturellen Kompetenz und natürlich wegen der Zukunftsfähigkeit der Informationstechnik werden die Absolventen gute berufliche Chancen haben, ist die DHBW sicher.

Neben Bildungsmessen in Offenburg und Freiburg wird die Cult in Lörrach im Mittelpunkt der ersten Werbekampagne stehen. "Wir fangen im Zentrum unseres Marktgebiets an", sagt Jan M. Olaf. Bei der Lörracher Bildungsmesse will die DHBW auch die beiden etablierten trinationalen Studiengänge in Wirtschaft und Technik vorstellen.

Autor: dam