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16. April 2016

Die Dinge wertschätzen und erhalten

Im September soll in Lörrach ein Reparaturcafé eröffnet werden / Bürgerstiftung und VHS sammeln Spenden und suchen Experten.

  1. Starten einen Aufruf zum Mitmachen (von links): Ute Lusche (Bürgerstiftung), Axel Rulf (VHS), Michael Holzmann, Klaudia Klein (Bürgerstiftung) und Beatrice Kaltenbach. Foto: zvg

LÖRRACH (BZ). Die Idee des Reparaturcafés geht auf die holländische Journalistin Marine Postma zurück, die 2009 diese Einrichtung aus Protest gegen die Überfluss- und Wegwerfgesellschaft gründete. Die Idee sieht vor, dass alte Dinge wieder gebrauchsfähig gemacht werden, anstatt sie wegzuwerfen und neu zu kaufen. Weltweit gibt es 980 und in Deutschland mehr als 300 Reparaturcafés – eines davon jetzt auch in Lörrach.

Unter dem Logo des "Repair-Café" soll nach dem großen Erfolg der Einrichtungen auch in Lörrach die Möglichkeit der Eigenreparatur alter Gegenstände geschaffen werden. Die Initiatorin des Vorhabens, Klaudia Klein, freut sich, dass Beatrice Kaltenbach-Holzmann und Michael Holzmann hierfür deren Halle 9 im ehemaligen TÜV-Gebäude in der Nordstadt zur Verfügung stellen. Das Ehepaar Kaltenbach-Holzmann stellt seit einiger Zeit die erworbene Halle für Menschen bereit, die künstlerisch tätig sein wollen.

Ebenso werden dort Oldtimer restauriert und alte Sägen als voll funktionsfähige Kaltenbach-Sägen durch die Firma Profiltec wiederhergestellt. In Kooperation und unter der Leitung der Lörracher Volkshochschule soll nun ein Reparaturcafé geschaffen werden, das ehrenamtlich betrieben wird. Leiter Axel Rulf betont, dass die VHS gerne Themen aufnehme, die gesellschaftlich relevant sind, weshalb er das Vorhaben organisieren will. Am idealen Ort der Halle 9 sollen einmal monatlich Fachleute aus den Bereichen Elektro/Elektronik, Textil und Fahrrad Menschen anleiten, ihre mitgebrachten Gegenstände zu reparieren. Das vorhandene Café ist darüber hinaus als Treffpunkt für Leute gedacht, die sich austauschen wollen und gemeinsam Dinge wertschätzen und erhalten wollen. Dadurch soll ein persönlicher Bezug zu den Dingen aufgebaut, Kreativität gefördert und ein Wissensaustausch ermöglicht werden. Ziel ist es, die eigenen Dinge an denen man hängt, erhalten zu können, Ressourcen zu schonen und Geld zu sparen. Es erfolgt keine Bezahlung der Leistungen, allenfalls kann ein freiwilliger Betrag gespendet werden, der bei Überschuss der Bürgerstiftung Lörrach zugute kommt.

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Die Bürgerstiftung stelle sich als Projektträger zur Verfügung, wie Ute Lusche und Frank Hovenbitzer berichten. Die Idee sei gesellschaftsfördernd und schaffe direkte Hilfeleistungen von Bürgern für Bürger. Zur Unterstützung ihrer Arbeit bittet die Bürgerstiftung um Spenden für die Anschaffung von Werkzeugen oder um Sachspenden.


Repair-Café: Die Eröffnung ist für den 24. September geplant. Das Café ist danach einmal pro Monat, jeweils samstags von 10 bis 14 Uhr geöffnet. Alle Bürger sind dann willkommen ihre kaputten Dinge mitzubringen, um diese gemeinsam, unter Anleitung der Fachleute, zu reparieren.

Gesucht

Zur Anleitung der Menschen, die vor Ort in der Halle 9 etwas reparieren wollen, werden noch engagierte Fachleute, Hobbybastler, Pensionäre gesucht, die ihr Fachwissen ehrenamtlich zur Verfügung stellen. Meldungen für Spenden oder für das Interesse zum Mitmachen können nimmt Axel Rulf beid er Volkshockschule Lörrach entgegen unter Tel. 07621 95673-40, oder per E-Mail unter vhs@loerrach.de angemeldet werden. Kontaktaufnahme für Geldspenden über die Bürgerstiftung Lörrach, Tel. 07621-1682277 oder per E-Mail unter
kontakt@buergerstiftung-loerrach.de  

Autor: bz

Autor: bz