Leitung

Dieter Inhofer wird Chef der Staatsanwaltschaft Freiburg

Willi Adam

Von Willi Adam

Do, 20. Februar 2014 um 16:27 Uhr

Lörrach

Neue Herausforderung für den Leiter der Staatsanwaltschaft Lörrach: Dieter Inhofer wechselt an die Spitze der Freiburger Staatsanwaltschaft. Der 55-Jährige wird Nachfolger von Peter Häberle.

Nach einem Kabinettsbeschluss werde Inhofer sein neues Amt bereits am 3. März antreten, bestätigte die Sprecherin des Justizministeriums. Die Stelle in Freiburg war vakant, weil Peter Häberle im vergangenen September zum Leiter der Strafrechtsabteilung des baden-württembergischen Justizministeriums berufen wurde.

Neue Herausforderung

Weil es in Lörrach kein Landgericht gibt, ist die Staatsanwaltschaft Lörrach formal eine selbständige Außenstelle der Staatsanwaltschaft Freiburg. Dieter Inhofer war seit 2006 Leiter dieser Behörde. Davor war er bereits sechs Jahre Abteilungsleiter bei der Staatsanwaltschaft Freiburg tätig und zwischen 1990 und 2000 schon einmal als Abteilungsleiter in Lörrach.

Die neue Aufgabe in Freiburg werde eine Herausforderung sein, auf die er sich freue, sagte Inhofer am Donnerstag im Gespräch mit der Badischen Zeitung. Die Lörracher Außenstelle verfügt über 13 Staatsanwälte auf 12 Planstellen, in Freiburg wird Inhofer eine Behörde mit 30 Staatsanwälten und mehr als 100 Mitarbeitern leiten. Anders als in Lörrach, wo Inhofer in Personalunion noch die Vollstreckungsabteilung und eine von zwei Ermittlungsabteilungen leitete, werde er in Freiburg neben seiner Verwaltungstätigkeit keine zusätzliche Abteilung führen.

Die Lörracher Staatsanwaltschaft "stehe gut da", sagte Inhofer. Die Staatsanwaltschaft könne sich auf sehr gute Mitarbeiter stützen und auch die Zusammenarbeit mit der Polizei und der Anwaltschaft sei stets sehr kooperativ und kollegial gewesen. "Wir haben alle die gleichen Gesetze, doch jede Behörde hat ihren eigenen Stil", sagte Inhofer anlässlich seines Wechsels. Beobachter bescheinigen den Lörracher Justizbehörden oft auch eine schnelle Arbeit – ein Eindruck, den Inhofer bestätigte. Er könne dies beurteilen, weil er Fälle, die er aus der Ermittlung kenne, häufig wieder bei der Vollstreckung bearbeite. Die zügige Arbeit sei selbstverständlich auch ein Verdienst des örtlichen Amtsgerichts.

Inhofers Vorgänger in Freiburg war früher ebenfalls in Lörrach tätig. Peter Häberle war bis 2006 Direktor des Amtsgerichts und wechselte bereits zum 1. September ins Justizministerium Stuttgart.

Inhofer hatte es in Lörrach mit einigen dramatischen Fällen zu tun. Als besonders schreckliche Ereignisse würden ihm der Amoklauf einer Frau im Elisabethenkrankenhaus und einige andere Tötungsdelikte in Erinnerung bleiben.

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