"Galileis Leiteralptraum" ist ein Erfolg

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Mi, 23. Mai 2018

Lörrach

Drei Schüler des Hans-Thoma-Gymnasiums beim größten Wettbewerb für Nachwuchswissenschaftler.

LÖRRACH (BZ). Drei Schüler des Lörracher Phaenovum-Schülerforschungszentrums haben am größten Wettbewerb für Nachwuchswissenschaftler teilgenommen. Wie das Phaenovum in einer Pressemitteilung bekannt gibt, waren Lennart Resch, Tim Kubetzko (beide aus Lörrach) und Ronja Spanke (Steinen) Teil eines 18-köpfigen deutschen Teams beim International Science and Engineering Fair (Intel ISEF) in Pittsburgh, Pennsylvania. Resch und Kubetzko landeten mit ihrem Projekt "Galileis Leiteralptraum" auf dem zweiten Platz. Sie erhielten 1500 Dollar Preisgeld. Zudem werden ihre Namen für die Benennung von Kleinplaneten vorgeschlagen.

Die beiden jungen Männer besuchen beide das Hans-Thoma-Gymnasium (HTG). Sie präsentierten ihr Projekt, bei dem sie die Falleigenschaften von Strickleitern mit schrägen Sprossen untersuchten. Lässt man zwei solcher Strickleitern fallen, die erste auf den Boden, die zweite auf den Tisch, so ist das obere Ende der zweiten Leiter schneller. Laut Mitteilung widerspreche das Galileis Fallgesetzen. Die Schüler hätten eine auf Drehmomenten beruhende Theorie entworfen und diese mit ihren Messungen verifiziert. Mit ihren physikalischen Erklärungen zu diesem überraschenden Phänomen hatten sich die beiden Schüler bereits im vergangenen Jahr für das "Jugend forscht"-Bundesfinale qualifiziert.

Ronja Spanke, ebenfalls vom HTG, verglich in ihrem Projekt das Phänomen der wandernden Steine des Racetrack Playa im kalifornischen Death Valley, USA und in der Laguna Altillo Chica in Spanien. Sie habe nachweisen können, heißt es vom Phaenovum, dass die zwei verschiedenen, kontrovers diskutierten Bewegungsmechanismen an beiden Orten auftreten können.

Der Mitteilung zufolge haben 1800 junge Wissenschaftler aus mehr als 75 Länder an dem MINT-Wettbewerb (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) teilgenommen. In Deutschland werden Projekte, die am Bundeswettbewerb "Jugend forscht" erfolgreich waren, für den jährlich ausgetragenen Wettbewerb ausgewählt. Die Teilnehmer stellen ihr Projekt in einer der 22 Kategorien vor und werden von einer Fachjury aus Bildung und Industrie bewertet. Insgesamt winken den Jungforschern Preise im Gesamtwert von rund vier Millionen Dollar.