Jahrbuch lebt als Stadtbuch weiter

Sabine Ehrentreich

Von Sabine Ehrentreich

Fr, 16. März 2018

Lörrach

Das Jahr 1968 wird das erste Schwerpunktthema / Bürger können sich mit Beiträgen beteiligen / Auch optisch eine Zäsur.

LÖRRACH. 2017 erschien zum letzten Mal das Jahrbuch Lörrach in der lange gewohnten Form. Nun stellte die Stadt vor, wie der Band künftig aussehen wird. Vieles bleibt, manches ändert sich, zum Beispiel Name und Format. Künftig können sich auch Bürger mit Beiträgen beteiligen. Das Schwerpunktthema der ersten Ausgabe, die im November erscheint: Das Jahr 1968.

Nachdem sich Waldemar Lutz als Herausgeber zurückgezogen hatte, suchte und fand man eine neue Lösung mit der Stadt als Herausgeberin. Es sei wichtig für die Stadt, dass diese Jahr für Jahr fortgeschrittene Chronik nicht abbreche, hieß es beim Pressegespräch. Zum Redaktionsteam gehören wie gewohnt Museumsleiter Markus Moehring, Stadtarchivar Andreas Lauble und Susanne Baldus-Spingler als Leiterin des Fachbereichs Medien und Kommunikation. Neu im Team sind Alexander Fessler vom Fachbereich Medien und Kommunikation, der Historiker Hubert Bernnat und Sarah Czerwenka, die mit der Grafik betraut ist. Die Sparkasse Lörrach-Rheinfelden unterstützt den Band auch künftig mit jährlich 5000 Euro und nimmt ein Kontingent ab. Ihm sei für diese Entscheidung wichtig gewesen, sagt der Vorstandsvorsitzende André Marker, dass die Qualität in Form und Inhalt bleibe wie gewohnt. Nun komme das Buch in der Struktur sogar noch etwas klarer daher.

Das Stadtbuch wird weiter im Hardcover erscheinen, doch künftig im quadratischen Format. Er halte es für sinnvoll, sagt Markus Moehring, so die Zäsur im äußeren Erscheinungsbild deutlich zu machen. Inhaltlich ist das Buch künftig in drei etwa gleichgewichtige Teile mit je 50 bis 60 Seiten gegliedert. Wie gewohnt gibt es die Chronik der Ereignisse eines Jahres. Statt wie bisher Wolfgang Göckel wird sie künftig Hubert Bernnat zusammenstellen. Außerdem gibt es jeweils ein Schwerpunktthema mit Bezug zum jeweiligen Jahr und die Rubrik Stadtleben mit mehreren Beiträgen.

Anders als in der Vergangenheit wurden die Themen bereits vorab bekannt gemacht. Der Schwerpunkt heißt 1968 – ein historisches Jahr, das zentrale Veränderungen nach sich zog, erklärt Hubert Bernnat. Einen Beitrag wird Kurt Seifert schreiben, ein politischer Aktivist im damals sehr bewegten Lörrach. Das Jahr werde aber nicht nur in seinen politischen Dimensionen, sondern in vielen Facetten erfasst, sagt Bernnat – etwa der, dass Otmar Hitzfeld zum TuS Stetten wechselte oder die Feuerwache in der Weiler Straße eröffnet wurde. Materialien liegen schon in reicher Zahl vor, so etwa alle Schülerzeitungen der beiden Gymnasien aus jener aufregenden Zeit. Wenn Bürger etwas beizutragen haben, können sie sich bei Lars Frick melden (l.frick@loerrach.de).

Fürs Kapitel Stadtleben 2018 sind mehrere Themen gesetzt. Das sind die Lisa-Rees-Medaille, die Geschichte der Post, 25 Jahre Stimmen-Festival, geflüchtete Menschen in der Stadt und 100 Jahre 1918, also jene Zeitenwende, die auch das Museum zum Thema macht. Zum Stadtleben können, das ist neu, Bürger und Bürgerinnen Beiträge aus allen möglichen Bereichen einreichen, die an das entsprechende Jahr anknüpfen.

Info: Bis Mitte April werden Beiträge entgegengenommen (medien-kommunikation@loerrach.de, Betreff: Stadtleben 2018). Das Redaktionsteam entscheidet, ob sie ins Stadtbuch Eingang finden.