Hebelpark

MARKTGEFLÜSTER: Leben rund ums Denkmal

Barbara Ruda

Von Barbara Ruda

Mo, 15. Mai 2017

Lörrach

Recht hat der Oberbürgermeister: Ganz gewiss hätte der Dichter, dem der Hebelpark seinen Namen verdankt, und der seit mehr als hundert Jahren tags wie nachts über die Grünanlage blickt, seine helle Freude an dem fröhlichen Treiben zu seinen Füßen. Daran, dass die ersten Knirpse, aber auch Erwachsene am Samstag in Schuhen quer durch die neuen Wasserspiele spazierten. Wie viele werden hier erst bei sommerlichen Temperaturen die nackten Füße kühlen. Auch die Weite, die ihn jetzt wieder freier atmen lässt als in den vergangenen Jahren, wird Johann Peter Hebels Herz erfreuen. Und dass Kinder an seinem Denkmal herumturnten, hätte er mit einem vergnügten Lächeln quittiert. Wenn er denn sein Gesicht verziehen könnte. Gefühlt jedoch atmet der alemannische Versleschmied auf und mit ihm die vielen Bürger, die die sanierte Grünanlage und vor allem auch die Himmelsliegen schon vor der offiziellen Übergabe in Beschlag nahmen. Allen Unkenrufen zum Trotz kommt der Hebelpark jetzt grün und bunt daher, und wem das zu wenig ist, der kann ja in Guerilla-Gardening-Manier zum Beispiel auf dem ehemaligen Brunnen eine Handvoll Samen verstreuen. Aber bitte keine Kulturpflanzen sondern Wildblumen. Damit sich Insekten und Vögel zu den Flaneuren gesellen.