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10. Januar 2012

Neujahrsempfang

Markus-Pflüger-Preis für Christine Kaltenbach und ihre Familie

Der Neujahrsempfang im Burghof bot am Montagabend den Rahmen für die Verleihung des Markus-Pflüger-Preises, der bedeutendsten Ehrung für überragendes Engagement zum Wohle der Stadt.

  1. Markus-Pflüger-Preisträgerin Christine Kaltenbach (links) und OB Gudrun Heute-Bluhm. Die Preis-Skulptur „Geöffnetes“ hat der Brombacher Bildhauer Rudolf Scheurer geschaffen. Foto: Barbara Ruda

LÖRRACH. Christine Kaltenbach, die Witwe von Dieter Kaltenbach, nahm diese Auszeichnung aus der Hand von Oberbürgermeisterin Gudrun Heute-Bluhm auch stellvertretend für ihre Familie entgegen. "Lörrach kann sich glücklich schätzen, Sie bei uns zu haben", sagte das Stadtoberhaupt.

Vor zwei Jahren war der Markus-Plüger-Preis zum ersten Mal vergeben worden. Der Namensgeber lebte von 1824 bis 1907, war Hirschen-Wirt, Politiker und vielfältig ehrenamtlich engagiert. Er habe sich, so die Oberbürgermeisterin, in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts "wie kein zweiter Bürger für Demokratie und Gemeinwohl eingesetzt". Erster Preisträger war der Hauinger Unternehmer, Kommunalpolitiker und Stifter Udo Kunz. Nun erhielt den Preis Christine Kaltenbach.

Wie Markus Pflüger, der Namensgeber der Auszeichnung, "so engagieren Sie und Ihre Familie sich auf beispiellose Art und Weise für die Menschen in unserer Stadt," sagte Gudrun Heute-Bluhm. Mit dem Einsatz im Zusammenhang mit der Dieter-Kaltenbach-Stiftung, dem Verein zur Förderung der beruflichen Bildung (BBV), dem Verein "Vermittlung Jugend- und Berufshilfe" (VJB) und als Unternehmerfamilie, "die bis heute der gesellschaftlichen Verantwortung in vorbildlicher Art und Weise gerecht wird", erfüllten Christine Kaltenbach und ihre Familie die Vergabekriterien für den Markus-Pflüger-Preis in besonderer Weise. All diese Felder des Engagements schritt die Oberbürgermeisterin in ihrer Laudatio ab. Gemeinsam ist den Kaltenbach’schen Gründungen und Initiativen, dass sie Entwicklung und Bildung junger Menschen im Blick haben. Der Erkenntnis, dass die Persönlichkeitsbildung von Heranwachsenden von besonderer Bedeutung für das ganze weitere Leben sei, ließen Christine und Dieter Kaltenbach Taten folgen. 1965 bereits wurde die Stiftung ins Leben gerufen, die unter anderem das Zentrum für Spielen und Gestalten in Stetten betreibt. Damals, so Heute-Bluhm, sei es noch äußerst selten gewesen, dass mit Privatkapital eine Stiftung gegründet wurde. Doch die Unternehmerfamilie Kaltenbach habe seit Generationen bereits gesellschaftliche Verantwortung wahrgenommen.

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Nach dem Tod von Dieter Kaltenbach (1996), dem auf Eggen eine Straße gewidmet ist und dessen Engagement unter anderem mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande gewürdigt wurde, übernahm seine Frau Christine bis 2007 den Vorsitz der Stiftung. Bis heute gehört sie dem Vorstand als Beirat an. Die Kinder Valentin, Beatrice und Sebastian engagieren sich ebenfalls in der Stiftung. Seit 1998 hat die Kaltenbach-Stiftung zusätzliche Aufgaben in der Kinder- und Jugendarbeit im gesamten Landkreis übernommen. In Lörrach macht die Stiftung im Auftrag der Stadt "mobile Jugendarbeit", Jugendarbeit mit Aussiedlern, Jugendarbeit in den Ortsteilen oder Ferienbetreuung.

Weitsicht attestierte die Oberbürgermeisterin dem Ehepaar Kaltenbach, mit dem 1976 gegründeten BBV Menschen für die Bedürfnisse des Arbeitsmarktes weiterzuqualifizieren. Dieser Ansatz sei heute aktueller denn je. Und Heute-Bluhm erwähnte auch, dass seit dem Wintersemester 1978/79 eine äußerst erfolgreiche Partnerschaft zwischen der Kaltenbach-Stiftung und der Volkshochschule Lörrach gepflegt werde, "ein in Baden-Württemberg einmaliges VHS-Angebot für Kinder und Erwachsene". Grundlage für all dieses Engagement sei die erfolgreich geführte Maschinenfabrik Kaltenbach, die auch schwere Zeiten durchgemacht habe und in diesem Jahr ihr 125-jähriges Bestehen feiert.

Christine Kaltenbach dankte "auch im Namen meiner Familie" für diese Auszeichnung. Ihr Dank galt auch allen, die sie in ihren unterschiedlichen Aktivitäten unterstützt hätten.

Autor: Nikolaus Trenz