Wenn Sie sich diesen Artikel vorlesen lassen wollen benutzen Sie den Accesskey + v, zum beenden können Sie den Accesskey + z benutzen.
14. April 2009
Samstags in die Bibliothek
Verlängerte Öffnungszeiten tragen zum Rekordjahr bei / Profil bei "Integration" gestärkt.
LÖRRACH. Die im Jahr 2007 vom Gemeinderat beschlossene Verlängerung der Öffnungszeit am Samstag um drei Stunden ist ein wichtiger Grund für das herausragende Abschneiden der Stadtbibliothek im Jahr 2008. Es war das erfolgreichste Jahr seit Bestehen der Institution.
Die Besucherzahl am Samstag habe sich 2008 um 35 Prozent erhöht und steige immer wieder auf über 1000 Besucher, fasste Bibliotheksleiter bei der Hauptversammlung des Freundeskreises (wir berichteten) diese Entwicklung in Zahlen. Vor allem Familien äußerten sich begeistert über diese neue Möglichkeit, die Bibliothek während der Einkaufszeit zu nutzen, berichtete Nantscheff. Da nehmen auch viele die Möglichkeit zum Lesen von Zeitungen und Zeitschriften wahr.Die Zahl der Ausleihen habe sich insgesamt um über zehn Prozent auf 516 000 gesteigert, das bedeutet in den 15 Jahren seit der Eröffnung der Bibliothek eine Verdoppelung. Und auch die Zahl der Entleiher konnte mit 7522 im vorigen deutlich deutlich erhöht werden (ein Plus von 4,3 Prozent). 188 300 Besucher, das sind 170 pro Öffnungsstunde, bedeuteten ein Plus von 4,6 Prozent. Jedes Medium in der Stadtbibliothek wurde im Durchschnitt 5,8 mal ausgeliehen (im Jahr 2007 waren es noch 5,5 mal).
Werbung
Das Profil der Bibliothek als Partner von Bildung und Erziehung wurde weiter geschärft. So konnten im vergangenen Jahr Lerneinheiten zum Kompetenztraining für Schulklassen in verschiedenen Fächern entsprechend der Bildungspläne entwickelt werden. Sie bilden den Grundstock für die systematische Zusammenarbeit mit den Schulen und wurden auf der Schulkonferenz vorgestellt. Alle Lehrer erhielten ein Faltblatt mit den neuen Angeboten. Infolge dessen erhöhte sich die Zahl der Klassenführungen in der Stadtbibliothek im Vergleich zum Vorjahr um 41 Prozent.
Mit dem Gymnasium der Freien Evangelischen Schule (im Rahmen von "Erinnern und Vergessen") und mit der Fridolinschule (Kooperation mit der Schülerbücherei) wurden Projekte realisiert. Alles in allem hat die verstärkte Zusammenarbeit mit den Schulen dazu geführt, dass im vorigen Jahr 900 Kinder bis zwölf Jahre neu in der Bibliothek angemeldet wurden.
Auch beim Thema "Integration" profiliert sich die Stadtbibliothek immer schärfer. So konnten dank der Schubert-Durand-Stiftung im vergangenen Jahr die wöchentlichen deutsch-türkischen Lesungen wieder aufgenommen werden. Das Angebot an zweisprachigen deutsch-türkischen Büchern wurde verstärkt. In Zusammenarbeit mit der Israelitischen Kultusgemeinde Lörrach und dem Informationsblatt "Inselchen", das sich an die Russlanddeutschen in der Region wendet, wurde ein zusätzliches Angebot an russischsprachigen Kinderbüchern aufgebaut. Auch so soll die Zweisprachigkeit gefördert werden.
Überhaupt sei die Vernetzung mit den verschiedensten Interessengruppen und Partnern für die Stadtbibliothek und die Förderung der "Lesestadt Lörrach" von entscheidender Bedeutung, betonte Florian Nantscheff. Im Mittelpunkt der Personalentwicklung habe unter dem Motto "Leitbild leben" die Teamkommunikation und –kooperation gestanden. Die gute Zusammenarbeit im Team nach Fluktuation und Neubesetzungen sei eine wichtige Basis für das gute Abschneiden der Bibliothek im Jahr 2008 gewesen.
Autor: Barbara Ruda
