Neues Friedhofskonzept

Jonas Hirt

Von Jonas Hirt

Do, 08. Februar 2018

Malterdingen

Malterdingen investiert 60 000 Euro in Urnengräber.

MALTERDINGEN (hirt). Der Malterdinger Friedhof wird aufgewertet. Die Gemeinderäte beschlossen in ihrer Sitzung am Dienstag ein neues Friedhofskonzept. Werner Göhrig, Steinmetzmeister aus Lahr-Kuhbach, stellte seine Ideen vor: "Man hat sich bis heute kaum Gedanken um unsere Friedhöfe gemacht. Es fehlt schlichtweg ein Konzept." 60 000 Euro, so die Schätzung, wird die Umgestaltung kosten. Insgesamt entstehen 82 Urnenplätze, 64 in einem sogenannten Urnengarten, weitere 28 an einer Urnenwand.

Göhrig ging eingangs auf Veränderungen in der Bestattungskultur ein. Das traditionelle Wahlgrab werde immer unbeliebter. "Das Urnengrab ist in", sagte er. Die Folge daraus sei, dass es auf Friedhöfen immer größere Freiflächen gebe. "Für Gemeinden ist das ein Problem", sagte Göhrig. Rasengräber seien in vielen Kommunen nicht mehr erwünscht.

Wichtig sei in Malterdingen vor allem der Bereich nach dem überdachten Eingang. Dort bekomme der Besucher den ersten Eindruck. An der Stelle werden zwei Rondelle gebaut, die Urnengärten. Wichtigstes Element ist ein Baum in der Mitte, darunter sind die Urnen. Um den Baum werden Blätter aus Stein mit den Namen der Verstorbenen auf einem Edelstahlstiel angebracht. Auf die Sockelplatte können Besucher Grabschmuck stellen. Bei der Urnenwand wird das Gefäß in eine Nische gestellt, davor ist eine Platte mit dem Namen des Verstorbenen. Auf einer Ablage davor können die Angehörigen Trauerschmuck platzieren.

Sven Sahl (FWG) sagte: "Ich würde nicht den ganzen Friedhof umstrukturieren." Er sei für die Urnenwände und gegen den Garten. Später stimmte er aber wie alle anderen Räte für das Konzept. Reiner Mundinger (BVM) fragte, ob man nicht zuerst eine Wand und ein Rondell errichten solle. Bürgermeister Hartwig Bußhardt verwies darauf, dass ein Garten billiger als eine Wand sei und es sinnvoller sei, direkt zwei zu errichten Melanie Krumm (BVM) sprach sich ebenfalls dafür aus, umgehend zwei Urnengärten zu bauen. "Ich würde es auf jeden Fall anbieten", sagte Frank Pfister (BVM) zu den Urnengärten.