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18. Juni 2012 12:11 Uhr

March

Gefahrgutunfall löst Großeinsatz aus – Betrieb evakuiert

Ein Gefahrgutunfall hat in March für Aufregung gesorgt. In einem Betrieb war eine industrielle Reinigungsanlage leck geschlagen, alle rund 50 Beschäftigten mussten das Gelände verlassen. Seit Mittag wird wieder gearbeitet.

  1. In speziellen Schutzanzügen und mit Atemschutz erkundeten Feuerwehrkräfte das Betriebsgebäude, in dem der Gefahrstoff ausgetreten war. Foto: Feuerwehr March

  2. Die Einsatzkräfte, darunter der Gefahrgutzug der Feuerwehr aus Müllheim, besprechen sich. Foto: Feuerwehr March

  3. Marchs Feuerwehrkommandant Dieter Kremp (Mitte) leitete den Einsatz im Gewerbegebiet in Hugstetten. Foto: Feuerwehr March

  4. Um für jede Eventualität gewappnet zu sein, hatte die Feuerwehr auch ein Dekontaminationszelt (links vorne) aufgebaut. Foto: josef hügele

Aus der Maschine traten nach Angaben der Feuerwehr am Montag rund 60 Liter der Reinigungsflüssigkeit aus, die giftige Dämpfe entwickeln und sich schon bei Temperaturen unter 70 Grad entzünden kann. Zunächst hatten Beschäftigte des im Dreischichtbetrieb rund um die Uhr arbeitenden Betriebs sich noch um den Stoff gekümmert, der nach Darstellung er Polizei in einen größeren Metallbehälter auslief, aufzufangen. Es habe keine Gefahr bestanden, dass sich der Stoff unkontrolliert in dem Produktionsgebäude ausbreiten konnte, teilte jetzt die Polizei mit. Das bestätigte auch Kreisbrandmeister Alexander Widmaier.Als die um 6.01 Uhr alarmierte Feuerwehr March eintraf und – unter Atemschutz vorgehend – den Unfall erkundete, wurde das Betriebsgelände in der Grünstraße in Hugstetten vorsorglich geräumt.

Einige der Beschäftigten des Betriebs – einer Außenstelle des in Sexau ansässigen Unternehmens Maxon Motor – sollen ärztlich untersucht werden, ob sie mit dem Gefahrstoff möglicherweise Kontakt hatten.

Die Feuerwehr rückte am Montagmorgen um 6 Uhr zu ihrem Einsatz aus. Da für den Umgang mit dem Gefahrstoff Chemikalienschutzanzüge vorgeschrieben waren, mussten Spezialkräfte der Feuerwehr mit an die Einsatzstelle nachgefordert werden. Neben dem ABC-Zug des Landkreises aus Ihringen rückte der Gefahrgutzug aus Müllheim an. Da das alkoholhaltige Lösungsmittel aber in eine Auffangwanne lief, entschieden sich die Feuerwehr und der Betrieb, die Entsorgungsfirma Remondis anzufordern, um den Gefahrstoff aufzunehmen. Die Feuerwehr bleibt solange zum vorbeugenden Brandschutz noch vor Ort. Insgesamt waren 50 Feuerwehrleute im Einsatz. Außerdem waren der Rettungsdienst, der Kreisbrandmeister, die Polizei, ein Vertreter des Gewerbeaufsichtsamts und der Bürgermeister vor Ort.

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Am Mittag konnte die Porduktion weitgehend wieder aufgenomen werden. Die beschädigte Reinigungsmaschine werde von der Herstellerfirma repariert, teilte der Geschäftsführer von Maxon Motor, Dirk Zimmermann mit. Er lobte das Vorgehen der Feuerwehr als sehr schnell und professionell.

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Autor: Manfred Frietsch