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15. Juni 2012 14:46 Uhr

Überraschende Information des Verkehrsministers

Mautstrecke auf der B 31 wird um 640 Meter kürzer

Dass die B 31 im Westen Freiburgs künftig für Laster Geld kostet, stößt vor Ort auf Skepsis. Immerhin wird Maut nicht wie geplant auf vier Teilstrecken, sondern nur auf einer fällig – und die wird nun sogar kürzer als angekündigt.

Die Mautstrecke auf der B 31 wird kürzer als bislang bekannt. Statt bis zur Güterbahnbrücke müssen die Unternehmen von August an "nur" bis zur Brücke der Berliner Allee bezahlen. Das geht aus einer Antwort des Berliner Verkehrsministeriums auf eine Anfrage der Freiburger Bundestagsabgeordneten Kerstin Andreae (Grüne) hervor. Die Kritik an den Mautplänen habe Wirkung gezeigt, meint die Parlamentarierin: "Je kürzer die Strecke ist, desto geringer die Attraktivität von Nebenstraßen, um die Maut zu umgehen."

Die Verkürzung um 640 Meter stößt auch im Rathaus auf Wohlwollen. Die Gefahr, dass Lastwagenfahrer sich mautfreie Schleichwege suchen, sei dadurch etwas geringer geworden, sagt Frank Uekermann, der als Garten- und Tiefbauamtsleiter im Rathaus zuständig ist für den Verkehr – trotzdem kannte er die aktuelle Festlegung des Ministeriums noch nicht. "Dabei hatten wir selber schon nachgefragt."

Wie berichtet, hat der Bundestag beschlossen, Maut nicht nur auf Autobahnen, sondern auch auf vierspurigen Bundesstraßen zu erheben. Zunächst sollten in und um Freiburg vier Teilstrecken zahlungspflichtig werden. Uekermann und Andreae schlugen Anfang des Jahres Alarm. Sie fürchteten, dass Brummis ausweichen würden – und zwar die lokalen Transporteure.

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Fahrzeuge müssen nachgerüstet werden

Im Februar gab Verkehrsminister Peter Ramsauer bekannt, dass zu den Bundesstraßen mit Maut in Freiburg nur noch die B 31 gehört: im Westen von der Brücke der L116 bei Umkirch bis zur Güterbahnbrücke. Vier Monate später korrigiert sich das Ministerium und verkürzt den Mautabschnitt bis zur Berliner Allee, die zwischen Betzenhausen und Weingarten über eine Dreisambrücke führt. Das sind 5,4 Kilometer. Bei einer Durchschnittsmaut von 17 Cent je Kilometer müssten die Unternehmen mit gut 90 Cent für dieses Teilstück rechnen.

Dass gerade kleinere Betriebe, etwa lokale Baufirmen, ihre Fahrzeuge für viel Geld mit Mautgeräten nachrüsten oder sich für jede Fahrt ins System von "Toll Collect" einbuchen, hält der südbadische Verkehrsgewerbeverband für unwahrscheinlich. Sie werden, so die Prognose, ab 1. August die kleineren, kostenfreien Nebenstrecken nutzen.



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Autor: Uwe Mauch