Kunstrasenplatz eingeweiht

Mario Schöneberg

Von Mario Schöneberg

Mi, 25. April 2018

Merdingen

Derzeit entsteht das neue Sportzentrum in Merdingen, der Fußballplatz ist bereits fertig.

MERDINGEN. In nur zwei Jahren reifte die Idee von einem Merdinger Sportzentrum und wurde verwirklicht. Nun konnte mit dem Kunstrasenplatz ein erster wesentlicher Teil feierlich seiner Bestimmung übergeben werden.

Bestes Frühsommerwetter und Musik von der Jugendkapelle Merdingen-Waltershofen boten am Sonntag den Rahmen, um den neuen Kunstrasenplatz durch Diakon Harald Wochner feierlich weihen zu lassen. Der Platz, der den einstigen Hartplatz ersetzt, ist ein wesentlicher Teil des Projektes "Merdinger Sportzentrum", zu dem sich der Allgemeine Sportverein, der Turnverein und der Hockey-Club zusammengeschlossen haben. Auch die Schule soll, sehr zur Freude von Rektorin Alexandra Mangold, künftig von der neuen modernen Sportanlage profitieren.

Bei rund 700 000 Euro liegen aktuell die Investitionen für das Sportgelände, erläuterte der Vorsitzende des Turnvereins, Matthias Manthee, in seiner Eröffnungsrede. Stolz war er insbesondere, dass die Planungs- und Bauphase mit viel Eigenleistung seitens der Vereinsmitglieder unter Leitung des ehrenamtlichen Bauleiters Hubert Selinger nur gut ein Jahr gedauert habe. Noch im Mai möchte die beauftragte Firma Gotec ihre Arbeiten an den Sportanlagen abschließen.

Neben dem 90 mal 62 Meter großen Kunstrasenplatz entstand eine doppelte Beachvolleyball-Anlage in Turniergröße, ein 20 mal 13 Meter großes Mehrzweckspielfeld und eine Leichtathletikanlage mit vier 110 Meter-Laufbahnen, Anlagen für Weitsprung und Kugelstoßen sowie einem Boule-Platz. Ebenfalls entstehen gerade neue Parkplätze, auch Wege und Böschungen werden saniert. Noch auf der Agenda stehen ein Kabinentrakt für den Hockeyplatz, der auch einen neuen Spielbelag bekommen soll. Außerdem wird an eine Vergrößerung und Modernisierung der Clubheimwirtschaft gedacht.

Die Finanzierung wird zu einem Drittel von der Gemeinde übernommen. Bürgermeister Martin Rupp freute sich über die Ideen und das Engagement der Vereine, die Gemeinde allein hätte so ein Projekt nicht stemmen können. Es zeige "Größe und Weitsicht", dass hier mehrere Vereine und die Schule unter einem Dach solch ein Projekt realisieren, sagte der Vorsitzende des Fußballbezirks Freiburg, Arno Heger. Die Ehrenamtlichen hätten hier viel geleistet, daher sei es gerechtfertigt, dass der Badische Sportbund, in dessen Namen Heger auch sprach, den Bau mit 185 000 Euro fördere. Nun gelte es, die Anlage mit Leben zu füllen.

Sport sei sinnvoll gestaltete Freizeit und ein guter Ausgleich zum Alltag, betonte Diakon Wochner, er bringe ganz unterschiedliche Menschen zusammen. Daher erbat der Geistliche Gottes Segen für die Sportanlage.

Dem Sport-Vorstand vom ASV, Bernd Hodapp, war es aber vorbehalten, nochmals allen Helfern und Sponsoren für die "riesige Summe an Eigenleistungen" zu danken. Im März 2016 habe es die erste Sitzung im Bauausschuss der Vereine gegeben, 45 weitere seien bis heute gefolgt, und bis Mai sollten die wesentlichen Arbeiten erledigt sein. Hodapp dankte auch den Fußballvereinen in Waltershofen und Wasenweiler, dass die Fußballer in der Bauphase dorthin zum Training ausweichen konnten. Am ersten Septemberwochenende soll es ein großes Einweihungsfest geben. Ihr anschließendes Heimspiel hatte die erste aktive Fußballmannschaft im Anschluss zwar verloren, doch die Zusage, dass Trainer Michael Pfahler auch im kommenden Jahr bleibt, sorgte für Freude bei den Anhängern.