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30. November 2010

"In einem kleinen Apfel, da sieht es lustig aus . . ."

Erstklässler der Hexentalschule pflanzten einen Jahrgangsbaum als Symbol ihrer Verbundenheit mit der Natur.

  1. Einen Jahrgangsbaum pflanzten die Erstklässler der Hexentalschule. Foto: Timea lax

AU/MERZHAUSEN (BZ). Ausgestattet mit Sandkastenschaufeln, Gummistiefeln und Buddelhosen trafen die ABC Schützen der Hexentalschule auf dem Gelände zwischen Merzhausen und Au, nahe des Tennisclubs Hexental, ein. Rektorin Claudia Hoch sowie die beiden Klassenlehrerinnen, Sabine Wein und Martina Wallenfels-Finter, führten die beiden ersten Klassen an den künftigen Standort des Jahrgangsbaumes. Nach kurzer Begrüßung von Claudia Hoch stimmten die Kleinen "In einem kleinen Apfel, da sieht es lustig aus ..." an und nahmen damit auch Konrad Ronecker, Vorsitzender des "Ökumenekreis Bewahrung der Schöpfung Hexental", Eugen Isaak, ehemaliger Bürgermeister Merzhausens, Christian Ante, amtierender Bürgermeister von Merzhausen, sowie die beiden Vertreter des TC Hexental, Rolf Sutter und Norbert Schmidt in Empfang.

Gleich darauf ging es richtig zur Sache. Eugen Isaak packte tatkräftig nach einem bereitgelegten Holzpflock, der dem zierlichen Apfelbäumchen zukünftig Halt geben soll. Nach einer guten Viertelstunde war es soweit. Der auserwählte Halbstamm Apfelbaum, eine besonders schorfresistente und robuste Art, wurde "eingebettet". Rote, gelbe und grüne Schäufelchen, gehalten von flinken und fleißigen Kinderhänden, füllten den im Loch steckenden Wurzelballen. Während die Erstklässler noch mit dem Füllen des Loches beschäftigt waren, erklärte Eugen Isaak geduldig, weshalb gepflanzte Bäume einen Holzpflock benötigen, warum es gut ist, den Stamm des Baumes mit dem Pflock zu verbinden und wieso das Wurzelwerk so viel Wasser benötigt. Bei so viel Engagement wundert es nicht, dass die Pflanzaktion des ersten Jahrgangsbaumes bei allen Beteiligten auf große Freude stieß.

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"Es ist unser größtes Anliegen, junge Menschen für die Natur zu gewinnen", betont Konrad Ronecker. "Darüber hinaus ermöglichen wir den Kleinen einen direkten Zugang zur nahe liegenden Umgebung, dem Hexental."

Mit der Aktion soll den Schulkindern die Chance geben werden, am eigenen Objekt das Leben eines Baumes im Verlauf der Jahreszeiten zu beobachten, seine Funktion im Naturkreislauf zu ergründen und die Bedeutung der Bäume zu thematisieren.

Mit Worten des Dankes für die Vorbereitung der Kinder, die Organisation des Baumes, die Bereitstellung des Standortes und die Zusammenarbeit mit den Gemeinden rundeten Claudia Hoch, Christian Ante und Konrad Ronecker die Pflanzaktion ab. Die Kooperation zwischen "Ökumenekreis Bewahrung der Schöpfung Hexental", Schule, Gemeinde und Tennisclub ist gelungen. Der Apfelbaum ist als "Symbol der Verbundenheit" zu sehen und alle Beteiligten sind sich einig, dass der Baum, im wahrsten Sinne des Wortes, bald viele "Früchte tragen" wird. Mit der Pflanzaktion ist der Grundstein für die folgenden ersten Klassen gelegt. Dank der Großzügigkeit des Tennisclubs Hexental darf in den kommenden Jahren eine Art "Allee der Jahrgangsbäume" entstehen. Jede neue erste Klasse wird dort "ihren" Jahrgangsbaum pflanzen.

Autor: bz