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19. September 2017

Mit Bob Dylan unterm Gewölbe

Lieder und Anekdoten des großen Vorbilds: Der Kulturhausverein Todtnau engagierte die "Dylan Night Band".

  1. Kein „Blowin in the wind“: Hajo Lorenz, Andres Buchholz, Sven Lück und Michael Zumstein drangen tief in das Werk von Bob Dylan ein. Foto: klabund

TODTNAU. Das diesjährige Abschlusskonzert im Gewölbekeller im Rathaus Todtnau richtete der Veranstalter Kulturhaus Todtnau mit "The Dylan Night Band" aus. Trotz halbstündiger Verspätung ließ sich das Publikum am Samstagabend nicht beirren und spendete reichlich Beifall, als die Musiker die Bühne betraten.

Bandleader Hajo Lorenz (Gitarre und Gesang) versammelte eine Reihe versierter Musiker um sich. Mit einem frisch und teils verspielt klingendem E-Bass sowie einem Kontrabass konnte Andres Buchholz aufwarten, um damit den Rhythmus zusammen mit Sven Lück am Cajon zu bilden. Die Mandoline, die Bluesharp sowie die Konzertgitarre wurde von Michael Zumstein präsentiert.

Wer nun von der "Dylan Night Band" aus Freiburg auch Musik von Bob Dylan erwartet hatte, kam voll auf seine Kosten. Deutlich war zu spüren, dass die Musiker eine tiefe Verbindung zu den Lyrics und den musikalischen Wegen dieses Ausnahmemusikers verbindet. Während im ersten Teil des Konzerts noch viele Stücke gespielt wurden, die nicht in den Charts von damals auftauchten, konzentrierte sich die Band nach der Pause auf Klassiker von Dylan. "Blowing in the Wind möchten wir euch aber wirklich ersparen", sagte humorvoll Bandleader Hajo Lorenz. Er führte die Zuschauer in eine tiefer gehende Landschaft der Dylan-Songs. Höhepunkte waren etwa "Hard Rain", "Masters of War" und das Stück "Farewell Angelina", das bislang niemals von Bob Dylan live aufgeführt wurde. Kleine Anekdoten zu den Liedern lockerten das Programm auf und sorgten dafür, dass auch die Gäste Informationen über das Werk und das Schaffen des Nobelpreisträgers mitnehmen konnten. Als eine Hommage an den 1941 in Minnesota geborenen Musiker Bob Dylan sei dieses Konzert angelegt, sagte Gitarrist und Sänger Hajo Lorenz im Gespräch mit der Badischen Zeitung. "Ich bin mit dem Sound von Bob Dylan aufgewachsen und konnte seine Texte schon vom Zuhören auswendig, schlussendlich hab ich mich im Laufe der Zeit auch für seine Musik begeistern können", so Lorenz weiter.

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Die intime und entspannte Atmosphäre in der wunderschönen Gewölbekellerumgebung des Rathauses in Todtnau hat wie schon so oft zu einer gelungenen Veranstaltung beigetragen, der viele Dylan-Fans gefolgt sind.

Autor: Martin Klabund