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24. August 2016

Probleme vermehrt in die Öffentlichkeit tragen

Landwirtschaftsminister Peter Hauk stellt sich in Müllheim den Fragen von Landwirten und Winzern / Pilzkrankheiten sind Thema.

  1. Besuch Hauk Mdl in Müllheim Foto: Privat

MÜLLHEIM (BZ). Es ist ein schwieriges Jahr für die Landwirte und Winzer in der Region. Witterungsbedingtes Auftreten von Pilzkrankheiten und Schädlingen, im Besonderen im Wein- und Obstanbau, waren dann auch Themen beim Besuch des Ministers für den ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Peter Hauk, kürzlich auf dem Obsthof Waldkirch in Müllheim-Feldberg, zu dem unter anderem rund 80 Landwirte, Winzer, Vertreter der Berufsverbände sowie der Leiter des Staatlichen Weinbauinstituts Freiburg, Rolf Steiner, erschienen waren.

Im Vorfeld des Ministerbesuchs nutzten der CDU-Landtagsabgeordnete Patrick Rapp und der CDU-Bundestagsabgeordnete Armin Schuster die Gelegenheit, um über die bereits für den Weinbau in dieser Angelegenheit unternommenen politischen Anstrengungen zu berichten. Rapp, der auch Vorsitzender des Arbeitskreises ländlicher Raum und Verbraucherschutz der CDU-Fraktion im Landtag ist, informierte über die Aktivitäten zur Erhöhung der Kupfermenge und der Wiederzulassung von Kaliumphosphonat im ökologischen Weinbau. Schuster, der sich für eine räumlich begrenzte Wiederzulassung der Pflanzenschutzmittel einsetzen will, sprach auch die Wettbewerbsvorteile der regenärmeren Weinbauländer an und unterstützte die Forderungen Rapps. "Pflanzenschutz ist auch Verbraucherschutz." Dieses Thema müsse neu belebt und im Bewusstsein der Verbraucher verankert werden, sagte Peter Hauk in seinem Eingangsstatement. In der sich entwickelnden Diskussion war die Themenvielfalt breit gestreut. Die Situation der Obstbauern, der Winzer im Allgemeinen, die Milchviehhaltung mit der derzeit aktuell bestehenden Marktsituation, die Schweinezucht bis hin zur regionalen Direktvermarktung der Erzeugnisse waren die Schwerpunktthemen.

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Beim Thema Grünlandumbruch verwies Hauk auf den Koalitionsvertrag, in dem eine Prüfung zur flexibleren Entwicklung der Flächen unter Wahrung der Schutzziele vereinbart wurde. Auch der Mindestlohn und die damit zusammenhängenden Dokumentationspflichten führten erneut zu lebhaften Diskussionen. Hauk zeigte sich erfreut über die Themen- und Meinungsvielfalt. "Ihre Botschaften sind auf fruchtbaren Boden gefallen", so Hauk abschließend. Rapp forderte die Berufsverbände auf, nicht nur die Politik zu kritisieren, sondern mit den Problemen auch vermehrt die Öffentlichkeit zu konfrontieren, um letztendlich das Bewusstsein der Verbraucher nachhaltig zu sensibilisieren.

Autor: bz