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13. September 2015 13:37 Uhr

Autobahn

Unfall auf A5 bei Neuenburg: Zwei Männer und ein Kind sterben

Ein 42-jähriger Familienvater, sein 8-jähriger Sohn und ein Mann, der eigentlich nur Erste Hilfe leisten wollte: Bei einem tragischen Unfall auf der A5 bei Neuenburg sind drei Menschen ums Leben gekommen.

  1. Auf der A5 bei Neuenburg gab es einen schrecklichen Unfall. Foto: Martin Ganz / kamera24.tv

  2. Auf der A5 bei Neuenburg gab es einen schrecklichen Unfall. Foto: kamera24.tv

  3. Auf der A5 bei Neuenburg gab es einen schrecklichen Unfall. Foto: Martin Ganz / kamera24.tv

  4. Drei Tote nach Unfall auf der Autobahn Foto: kamera24.tv

  5. Drei Tote nach Unfall mit Wohnmobil Foto: Martin Ganz / kamera24.tv

  6. Der Wagen der Ersthelfer. Einer der beiden Insassen wurde bei der erneuten Kollision getötet. Foto: Martin Ganz / kamera24.tv

Ihre Heimfahrt von einem Griechenlandurlaub endete tödlich: Bei einem Unfall auf der Autobahn bei Neuenburg sind am Sonntag früh ein Familienvater aus dem Raum Karlsruhe und einer seiner beiden kleinen Söhne getötet worden, der andere wurde schwer verletzt. Getötet wurde auch ein Mann aus Freiburg, der zu Hilfe kommen wollte.

Laut Polizei kam es am Sonntag Morgen zu einer Kollision zwischen einem Auto und einem Wohnmobil auf der A5. Das Auto fuhr aus bisher ungeklärter Ursache gegen 6:25 Uhr auf das vorausfahrende Wohnmobil auf. Hinter dem Steuer des Pkw saß laut Polizei ein 42-jähriger Familienvater aus dem Karlsruher Raum. Im Auto fuhren seine zwei Söhne im Alter von acht und sieben Jahren mit. Die Familie war auf der Rückreise von einem Griechenland-Urlaub, berichtet die Polizei.

Es war eine verhängnisvolle Karambolage im Morgengrauen: Der 42 Jahre alte Familienvater fuhr um 6.25 Uhr mit seinem Pkw auf ein vorausfahrendes Wohnmobil auf, in dem zwei Schweizer reisten. Mit ihm im Auto fuhren seine zwei Söhne im Alter von acht und sieben Jahren. Die Familie war auf der Rückreise von einem Griechenlandurlaub, wie Polizeisprecherin Laura Riske berichtet. Durch die Kollision gerieten beide Autos ins Schlingern, der Pkw stieß gegen die Mittelleitplanke und kam dort zum Stehen. Das Wohnmobil kippte um und blieb am rechten Fahrbahnrand liegen. Die beiden Insassen des Wohnmobils wurden leicht verletzt.

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Ersthelfer von nachfolgendem Fahrzeug erfasst

Zwei zur Unfallstelle hinzukommende Männer mit Freiburger Kennzeichen hielten laut Polizei auf dem Standstreifen an, um erste Hilfe zu leisten. Doch ein weiteres Auto mit Schweizer Kennzeichen, ebenfalls besetzt mit zwei Personen, raste ungebremst in den Wagen der Familie und zerstörte ihn völlig. Der Vater und einer der beiden Ersthelfer, ein 52-Jähriger aus Freiburg, die neben dem Auto standen, wurden durch den Aufprall sofort getötet. Die beiden Söhne wurden aus dem Wrack befreit, berichtet der Rettungsdienst. Trotz sofortiger Reanimation starb der Achtjährige noch an der Unfallstelle. Sein siebenjähriger Bruder wurde mit schweren Verletzungen in die Uniklinik nach Freiburg transportiert.

DRK betreut geschockte Opfer und Einsatzkräfte

Vier weitere Beteiligte brachten die Sanitäter mit leichten oder mittleren Verletzungen in umliegende Kliniken. Weitere drei mussten wegen Schocks behandelt werden.

Warum nach dem Unfall zwischen Auto und Wohnmobil ein weiteres Auto in die Unfallstelle raste, ist laut Polizei noch unklar. Zum Unfallzeitpunkt war es noch dunkel. Möglicherweise habe der heranfahrende Wagen die Unfallstelle nicht bemerkt, so die Polizei vorsichtig.

Das DRK war mit 27 Rettungsassistenten und -sanitätern, drei Notärzten und 10 Einsatzfahrzeugen vor Ort. Die Feuerwehr Neuenburg war mit sechs Fahrzeugen und 24 Einsatzkräften im Einsatz. Andreas Grozinger, Gesamtkommandant der Neuenburger Feuerwehr, spricht davon, dass die Einsatzkräfte beim Eintreffen an der Unfallstelle eine "katastrophalen Situation", vorgefunden hätten. Es sei schwierig gewesen, sich eine Übersicht über die Lage zu verschaffen, da Ersthelfer und Augenzeugen unter Schock standen. "Das Geschehene hat eine starke Betroffenheit ausgelöst", sagte er gegenüber der BZ. Den Einsatzkräften der Feuerwehr – unter ihnen viele Familienväter – habe der Einsatz schwer zu schaffen gemacht, berichtet Grozinger. Auch sie wurden betreut.

Die A5 blieb zwischen den Anschlussstellen Neuenburg und Hartheim bis zum Mittag voll gesperrt.

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Autor: kmg/cjz/jja/hup, aktualisiert um 21:07 Uhr