Besondere Ehre für Sabine Spitz

Axel Kremp

Von Axel Kremp

Mo, 30. April 2018

Murg

Zu den Medaillen gesellt sich nun der Verdienstorden des Landes.

MURG/STUTTGART. Sie ist zweifache Weltmeisterin, vierfache Europameisterin, 19-fache Deutsche Meisterin und besitzt je eine olympische Gold-, Silber- und Bronzemedaille. Jetzt kam eine besondere Auszeichnung hinzu. In Schloss Ludwigsburg hat die Mountainbikerin Sabine Spitz aus den Händen von Ministerpräsident Winfried Kretschmann den Verdienstorden des Landes Baden-Württemberg erhalten.

Insgesamt 19 Bürger des Landes haben am Samstag in Schloss Ludwigsburg diese hohe Auszeichnung erhalten. Die Geehrten, so heißt es in einer Mitteilung des Staatsministeriums, seien im Sozialbe-reich, in der Entwicklungshilfe, im Sport, im kirchlichen und interreligiösen Be-reich, in der Politik, der Wirtschaft, in Wissenschaft, Forschung, Kunst und Kultur engagiert. "Sie sind alle bereit hinzusehen, für die Anliegen anderer einzutreten, etwas für andere zu tun und sich zu engagieren. Damit bereichern sie unsere Gesellschaft und unser Gemeinwesen", so Kretschmann.

Der Verdienstorden des Landes Baden-Württemberg – bis Juni 2009 die "Ver-dienstmedaille" – wird vom Ministerpräsidenten für herausragende Verdienste um das Land Baden-Württemberg verliehen. Die Verleihung, so heißt es in der Mitteilung, erfolge in der Regel einmal jährlich im Rahmen eines Festakts. Die Zahl der Ordensträger ist auf insgesamt 1000 lebende Personen begrenzt. Von 1975 bis 2018 wurde der Landesorden 1923 mal verliehen. Eine Auszeichnung kann bei Bürgermeisterämtern und Landratsämtern oder unmittelbar beim Ministerpräsidenten angeregt werden. Alle Gruppen der Bevölkerung und alle Gebiete des Landes sollen möglichst gleichmäßig berücksichtigt werden. Der Verdienstorden hat die Form eines stilisierten Kreuzes mit einem Medaillon in seiner Mitte, auf dem das große Landeswappen mit dem Schriftzug Baden-Württemberg abgebildet ist. Er wird an einem gefalteten Band in den Landesfarben getragen.

Die erfolgreiche Mountainbikerin Sabine Spitz, so heißt es in der Laudatio auf die 46 Jahre alte Spitzensportlerin aus Niederhof, sei Weltmeisterin, mehrfache Europameisterin, Olympiasiegerin, Deutsche Meisterin im Cross Country und im Marathon, dazu Vize-Weltmeisterin im Cyclocross und engagiert im Antidopingkampf. Sie habe sich für die Olympischen Spiele 2016 in Rio de Janeiro qualifiziert, habe 2017 die Gesamtwertung der Mountainbike-Bundesliga gewonnen und auch 2018 sei ihr Rennkalender gut gefüllt.

Sabine Spitz, so heißt es weiter, sei aber nicht nur eine leidenschaftliche Sportlerin, sondern sie habe auch ein Herz für Kinder. Als Botschafterin für den katholischen Verband für Mädchen- und Frauensozialarbeit "In Via" der Erzdiözese Freiburg setzte sie sich für benachteiligte Frauen und Jugendliche ein. Unter dem Dach von "In Via" habe sie darüber hinaus eine eigene Stiftung ins Leben gerufen mit dem Ziel, bei Jugendlichen die für Schule, Beruf und Sport wichtigen Schlüsselqualifikationen wie Durchhaltevermögen und Teamgeist zu stärken.

Aus der Welt des Sports erhielt am Samstag in Ludwigsburg noch der Fußballer Karl Allgöwer vom VfB Stuttgart den Verdienstorden des Landes.