Hotzenhaus mausert sich zu Kulturzentrum

Winfried Dietsche

Von Winfried Dietsche

Di, 14. Februar 2017

Murg

Antrag auf Nutzungsänderung nun im Murger Gemeinderat.

MURG (-di). Das Zechenwihler Hotzenhaus steht auf dem Weg in eine Zukunft als Kultur- und Begegnungszentrum vor einem wichtigen Schritt. Der Murger Gemeinderat wird am kommenden Montag über den Antrag der Gemeinde als Bauherrin auf eine Nutzungsänderung sowie auf den Abbruch und Neubau des Schopfs als Bestandteil des anno 1748 errichteten Gebäudes, das nach dem Denkmalschutzgesetz als ganz besonders schutzwürdig eingestuft ist – auf einem Level etwa mit dem Freiburger Münster. In der Sitzung wird Architekt Florian Rauch das Nutzungskonzept und den Bauantrag im Detail vorstellen.

Bei einem Besuch im Oktober 2016 in Murg hatte Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer die Schirmherrschaft über das Haus übernommen und es als "einen Glücksfall der Geschichte" bezeichnet, dass und wie das "sehr beeindruckende" Gebäude erhalten wird. Des es nicht zu einem Museum gemacht, sondern als "kommunaler Begegnungsraum" genutzt werden soll, sieht sie die Kriterien für eine Förderung aus dem Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR) als erfüllt an. Der Vorsitzende des Fördervereins, Georg Kirschbaum, machte für die nunmehr akute Phase der Sanierung und Stabilisierung des Ökonomietrakts einen Finanzbedarf von "etwas mehr als 900 000 Euro" geltend, der "zum größten Teil" aus Fördergeldern von Denkmalbehörde, Denkmalstiftung und ELR bestritten werden soll.

Thema ist auch die Sanierung der Sabine-Spitz-Halle

Weitere Themen der öffentlichen Ratssitzung am Montag, 20. Februar, 19 Uhr im Rathaus sind die Sanierung der Sabine-Spitz-Halle in Niederhof (Baubeschluss und Beauftragung von Fachplanern für das im Haushaltsplan der Gemeinde mit 940 000 Euro veranschlagte Vorhaben), ein Rückblick auf die Badesaison 2016 im MuRheNa (mit einer gegenüber 2015 leicht rückläufigen Besucherzahl), die Feststellung des Jahresabschlusses der Gemeindewerke für 2015, die Evaluation des Murger Gemeindeleitbildes und schließlich die Mitwirkung der Finanzämter in den Gutachterausschüssen.