"Im Angesicht des Unerwarteten"

Michelle Güntert

Von Michelle Güntert

Mo, 15. Mai 2017

Murg

Triplekonzert des Blasmusikverbands in der Murger Murgtalhalle bot dem Publikum viel Abwechslung / Oberhofer waren Ausrichter.

MURG. "Ich werde lebendig im Angesicht des Unerwarteten." Diese Liedzeile aus dem Song "Perfect Life" von Levina, dem deutschen Beitrag zum Eurovision Song Contest 2017, stellte das Motto des Triple-Konzertabends des Arbeitsbezirks VII des Blasmusikverbands Hochrhein am Samstagabend in der Murger Murgtalhalle dar. Ausrichter der Veranstaltung war der Musikverein Oberhof. "Die Idee hinter dem Triplekonzert war, über die Vereinsgrenzen hinaus gemeinsam zu musizieren", sagte Bezirksdirigent Peter Fräßle zur Begrüßung.

Die 100 Musiker aus 15 Bezirksvereinen mussten dabei mit zwei Hauptproben und einer Generalprobe auskommen – und erbrachten darob eine außerordentliche Leistung. Stefan Wagner vom Musikverein Rickenbach hatte die Moderation übernommen. Unter dem zahlreich erschienenen Publikum war auch Murgs Bürgermeister Adrian Schmidle.

Den ersten Teil gestaltete der Musikverein Oberhof unter der Leitung von Josef Klein mit den Freunden aus den Musikvereinen Binzgen, Hütten und Willaringen, den Trachtenkapellen Herrischried und Altenschwand und der Feuerwehrmusik Murg. Sie präsentierten den ungarischen Beitrag zum Eurovision Song Contest getreu dem Motto "Ungarisches Gulasch – scharf gewürzt". Stücke wie der Einzugsmarsch "Zigeunerbaron", die "Kleine Ungarische Rhapsodie" und "Ungarische Spezialitäten" trugen zur Umsetzung des Themas bei. Die "Würzmischung" wurde von den einzelnen Instrumenten getragen und zeigte sich in der Leistung der Musiker. Marika Bürgin vom MV Oberhof übernahm dabei die Soloklarinette im Stück "Csardas", einem ungarischen Tanz, was ihr gut gelang.

Im zweiten Teil wurde mehr Wert auf volkstümliche Musik gelegt. Das Bezirksorchester unter der Leitung von Martin Schmidt von der TK Herrischried, bestehend aus Akteuren der Musikvereine Binzgen, Rotzel, Willaringen, Hütten und Harpolingen, der Trachtenkapellen Herrischried, Hogschür und Rickenbach sowie der Feuerwehrmusik Murg, zelebrierte vor allem Dur-Stücke. Mit der Schlagerliebesgeschichte "Oh Mann", der Bodensee-Polka und einer belustigenden Version des Florentiner Marschs lieferte das Orchester Musik zum Mitschunkeln.

Für den großen Abschluss sorgte die Big-Band-Formation unter der Leitung von Klaus Siebold, dem Dirigenten der Stadt- und Feuerwehrmusik Laufenburg. Die Instrumentalisten der Jugendmusikschulen Bad Säckingen und Südschwarzwald, der Musikvereine Oberhof, Niederhof, Binzgen und Willaringen, der Trachtenkapelle Rickenbach, den Stadtmusiken Waldshut und Laufenburg wurden gesanglich unterstützt von Julia Lauber (Altenschwand) und Max Schuchter (Laufenburg). Sie intonierten Pop- und Jazz-Werke wie "Cry me a River", "Fever", "Crazy little Thing called Love" und "It’s a beautiful Day".

Insgesamt war es ein gelungener Abend, der aufgrund der drei unterschiedlichen Stilrichtungen dem Publikum viel Unterhaltung und Abwechslung bot. Das Projekt "vereinsübergreifende Musik" ist in all seinen Facetten geglückt.