Entdecken, was verbindet

dpa/BZ

Von dpa & BZ-Redaktion

Di, 04. September 2018

Kunst

Seit 25 Jahren findet der Tag des offenen Denkmals statt: Eine Auswahl an Sehenswertem in der Region.

Seit einem Vierteljahrhundert findet jährlich der Tag des offenen Denkmals in Deutschland statt. Und zum Jubiläum in diesem Jahr können Besucher am Sonntag, 9. September, bundesweit 7500 historische Baudenkmäler, Parks und archäologische Stätten genauer unter die Lupe nehmen. In Baden-Württemberg laden rund 900 Bauten zur Erkundung ein, die sonst nicht oder nur teilweise zugänglich sind.

Unter dem Motto "Entdecken, was uns verbindet" zeigen Denkmalpfleger, Archäologen, Restauratoren und Handwerker ihre Arbeitsweisen und -techniken. In Freiburg kann unter anderem die Klosteranlage St. Lioba besichtigt werden und das Adelhauser Kloster – unter besonderem Augenmerk auf Orgelbau und Orgelmusik. Sehenswert sicherlich die Dampflok der Baureihe 85, die für den Betrieb auf der Steilstrecke im Höllental 1933 in Betrieb genommen und 1961 stillgelegt wurde. Die Lok kann beim DB Ausbesserungswerk in der Basler Straße 103 besichtigt werden. Wer mag, kann dann auch die monumentale Lokhalle der Deutschen Bahn in der Paul-Ehrlich-Straße 7 besuchen.

In Eschbach stehen Villa und Herrenhaus des Weinstetter Hofs zur Besichtigung, der vom 13. bis 19. Jahrhundert als Meierhof der Malteser genutzt wurde. Wer sich für eine Technikführung der Schauinslandbahn interessiert, ist an der Bohrerstraße 11 in Horben gut aufgehoben, in Ihringen-Wasenweiler kann die St.-Vitus-Kapelle besichtigt werden. In Vogtsburg-Oberrottweil ist das zur Lagerung von Getreide und Wein 1666 erbaute Wachthiisli offen, es diente eine zeitlang auch als Arrestzelle.

Im Emmendingen können Besucher die Gründerzeit-Villa Ramie anschauen, in Lörrach wird eine Führung zur Geschichte der Lörracher Brunnen angeboten. Die Alte Schmiede Mambach in Zell verfügt über das komplette historische Inventar einer Schmiede und ist daher sehenswert. In Weil am Rhein bieten sich für Interessierte Blicke in das Altweiler Schlössli, in Murg wird aus der 250-jährigen Geschichte des Zechenwihler Hotzenhauses erzählt. Als Urzelle von Waldshut werden Königsfelder Hof und Greiffenegg-Schlössle bezeichnet, sie sind am 9. September ebenso zu besichtigen wie die Oswaldkapelle in Waldshut-Tiengen Detzeln. In Achern könnend die ehemaligen Stallungen der Heil- und Pflegeanstalt Illenau besucht werden, heute als Illenau Werkstätten bekannt.

Organisiert wird der Tag des offenen Denkmals von der Stiftung Denkmalschutz in Bonn. "Dies ist der Begeisterung und dem Engagement der vielen Planungspartner zu verdanken: den Denkmaleigentümern, den Denkmalfachleuten [und] den Gemeinden und Städten", wird Steffen Skudelny, Vorstand der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, in einer Mitteilung zitiert.

Das Jubiläum fällt 2018 mit dem Europäischen Kulturerbejahr zusammen, das die Europäische Kommission mit dem Thema "Sharing Heritage" initiiert hat. Daran angelehnt, können sich Besucher am Tag des offenen Denkmals auf Spurensuche europäischer Einflüsse in deutschen Denkmälern begeben und die Herkunft von Handwerkern, Handwerkstechniken, Baumaterialien oder Stilelementen erfahren. Die feierliche Eröffnungsveranstaltung zum Auftakt Tages des offenen Denkmals findet bereits am Samstag, 8. September, in Freiburg im traditionsreichen Historischen Kaufhaus statt. Um 18 Uhr startet dort die Nacht des offenen Denkmals.

Die vollständige Liste unter: http://mehr.bz/xb65vy