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13. Januar 2010 14:39 Uhr
Erdbeben
Haiti: Hilfsaktion läuft an – Caritas stellt 100.000 Euro
Nach dem verheerenden Erdbeben im Karibikstaat Haiti haben Hilfs- und Rettungsorganisationen in Deutschland erste Hilfsmaßnahmen gestartet und zu Spenden aufgerufen. Erste Teams sollten noch am Mittwoch in das Katastrophengebiet fliegen.
Die im Bündnis "Aktion Deutschland hilft" zusammengeschlossene Hilfsorganisationen berichteten von chaotischen Zuständen vor Ort, welche die Hilfe erschwerten.
Die Deutsche Caritas stellte in einem ersten Schritt 100.000 Euro Soforthilfe für Haiti zur Verfügung. Dafür sollen in Mittelamerika Trinkwasser, Lebensmittel und Plastikplanen beschafft und ins Katastrophengebiet gebracht werden, wie ein Caritas-Sprecher in Freiburg sagte.
Auf Ersuchen des Auswärtigen Amtes sollte im Laufe des Tages ein vierköpfiges Erkundungsteam des Technischen Hilfswerks (THW) in das Erdbebengebiet fliegen, um weitere Einsatzmöglichkeiten auszuloten. Rettungsspezialisten der Duisburger Hilfsorganisation I.S.A.R. wollten am Mittwochabend mit 20 bis 25 Helfern und Ärzten in das Katastrophengebiet aufbrechen, um dort nach Verschütteten zu suchen. Mitgenommen werden nach Angaben eines I.S.A.R.-Sprechers auch vier Rettungshunde sowie viereinhalb Tonnen Gepäck, darunter Ortungsgeräte, schweres Hebezeug und eigene Logistik. Hinzu kommt eine Tonne Verbandmaterial, Schmerzmittel, chirurgisches Besteck und Antibiotika vom Deutschen Medikamenten-Hilfswerks Action Medeor.
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DEUTSCHES ROTES KREUZ STELLT MOBILES KRANKENHAUS
Auch zwei Mitarbeiter von Help und ein Vorausteam des Malteser Hilfsdienstes sollte sich spätestens Donnerstagfrüh ins Krisengebiet aufmachen. Laut einem Malteser-Sprecher müssen die zunächst drei Mitarbeiter über die Dominikanische Republik einreisen, weil der Flughafen in Port-au-Prince nicht angeflogen werden kann. Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) bereitete unterdessen den Einsatz eines mobilen Krankenhauses vor, wie ein DRK-Sprecher sagte. Die Einrichtung mit 200 Betten, Operationssaal und Labor soll möglichst bald von Berlin aus in das Erdbebengebiet geflogen werden.
Auch die Hilfsorgansiation World Vision mobilisierte nach eigenen Angaben seine 370 Mitarbeiter vor Ort, die in langfristigen Hilfsprojekten arbeiten.
Die Hilfsorgansiationen in Deutschland richteten einen dringenden Spendenappell an die deutsche Bevölkerung. Das Erdbeben habe die ohnehin dramatische Lage in dem armen Land noch verschärft, sagte ein Caritas-Sprecher.
- Text, Video, Spendenkonten: Schweres Erdbeben erschüttert Haiti
- Fotos: Zerstörungen in Haiti
Autor: afp
