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17. November 2009

Millionendieb gibt auf

Musulin stellt sich in Monaco

PARIS. Tony Musulin, der Millionendieb, ist hinter Schloss und Riegel. Am Montagnachmittag hat sich der Geldtransportfahrer in Monaco der Polizei gestellt. Sicherheitskräfte des Fürstentums haben den von Interpol in 185 Ländern zur Fahndung ausgeschriebenen Franzosen noch am gleichen Tag der französischen Polizei überstellt. Hinweise auf den Verbleib der Beute gab es zunächst nicht.

Der 39-jährige Geldtransportfahrer, der in Lyon nach dem unbedachten Aussteigen zweier Kollegen mit 11,6 Millionen Euro davongebraust war, hatte sich während seiner elftägigen Flucht im Internet wachsenden Zuspruchs erfreut. Der sich mit Musulin-Taschen oder T-Shirts schmückenden Fangemeinde blieb am Montag der Trost, dass ihr Held die Verfolger bis zuletzt genarrt hat. Die Polizei, die in einer Tiefgarage Lyons 9,1 der 11,6 Millionen Euro sicherstellen, den Dieb selbst aber nicht festnehmen konnte, hatte ihre Fahndungsbemühungen auf Osteuropa konzentriert. Die Ermittler vermuteten, dass sich Musulin, Sohn eines Serben, auf der Flucht seine slawischen Sprachkenntnisse zunutze machen würde. Als sich der Gesuchte in Monte Carlo der Polizei stellte, stürzte er die Verfolger zunächst in noch größere Verwirrung. "Es war eine bizarre Szene, wir haben zunächst nicht verstanden, warum er aus freien Stücken zu uns auf die Wache gekommen ist", erzählte einer der Beamten im Schutze der Anonymität. "Das Wichtigste ist doch, dass der Millionendieb aufgegeben hat", fasste der Staatsanwalt von Lyon, Xavier Richaud, die Ereignisse zusammen.  

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Autor: Axel Veiel