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01. Januar 2009 13:50 Uhr

Rena-Chef Gutekunst zuversichtlich

Ein Markt, der auch in der Krise wächst

Der Chef des Gütenbacher Solarindustrie-Zulieferers Rena, Jürgen Gutekunst, hofft, in den nächsten Monaten gute Leute für sein Unternehmen zu bekommen. Rena nimmt am Jobmotor-Wettbewerb teil.

  1. Ein Rena-Mitarbeiter Foto: Kramer

Trotz Finanzkrise: Im zu Ende gehenden Jahr haben südbadische mittelständische Unternehmen wieder zahlreiche neue Jobs geschaffen. Um das deutlich zu machen, hat die Badische Zeitung zusammen mit dem Wirtschaftsverband WVIB, der Handwerkskammer Freiburg sowie den Industrie- und Handelskammern Südlicher Oberrhein und Hochrhein-Bodensee den Wettbewerb Jobmotor ins Leben gerufen. Der Wettbewerb findet zum dritten Mal statt. Die Anmeldefrist läuft bis zum 31. Januar, die Preise werden am 20. März in der Sparkasse Freiburg-Nördlicher Breisgau verliehen. Heinz Siebold sprach mit Jürgen Gutekunst von Rena in Gütenbach, dem Sieger des vergangenen Jahres.

BZ: Sie haben am Job-Motor bereits teilgenommen und haben sich für 2009 wieder beworben. Ihr Beweggrund?
Gutekunst: Es ist in Zeiten negativer Schlagzeilen eine tolle Aktion der Badischen Zeitung, der IHK und des WVIB, auch über die positiven Dinge zu berichten. Als Unternehmen mit Hauptsitz im Schwarzwald sind wir stolz darauf auch im letzten Jahr wieder viele Arbeitsplätze für die Region geschaffen zu haben.

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BZ: Glauben Sie trotz Finanzkrise neue Stellen schaffen zu können?
Gutekunst: Wir sind der festen Überzeugung, dass der Markt wieder wächst, in dem Rena tätig ist, speziell die Photovoltaik. Wie lange die derzeitige Finanzkrise anhält, wissen wir nicht. Unsere Aufgabe ist es, für das nächste Jahr eine realistische Planung zu machen. Wir werden aus heutiger Sicht nicht in dem Maß Arbeitsplätze schaffen, wie in den letzten drei Jahren. Dennoch sehen wir in der angespannten wirtschaftlichen Situation auch die Chance, den ein oder anderen guten Bewerber zu bekommen.
BZ: Es ist oft vom Fachkräftemangel die Rede.
Gutekunst: Die Anzahl der Ausbildungsplätze wurde bei uns in allen Bereichen aufgestockt. Wir arbeiten intensiv in der Entwicklung mit Forschungsinstituten, wie dem Fraunhofer ISE in Freiburg zusammen. Ansonsten zeigen wir in der Öffentlichkeit, dass wir ein attraktiver Arbeitgeber sind, wir machen Werbung für uns als Arbeitgeber im öffentlichen Nahverkehr und im Stadion des SC Freiburg. Es gibt sogar eine Vermittlungsprovision "Mitarbeiter werben Mitarbeiter". Zufriedene Mitarbeiter sind unsere besten Werbeträger.
BZ: Was wünschen Sie sich für 2009?
Gutekunst: Natürlich, dass sich die weltweite Finanzkrise entspannt. Wir sehen dem weiteren Ausbau der Photovoltaik speziell in den USA entgegen. Es gilt weiterhin neue Anlagen und Verfahren zu entwickeln, mit denen der Wirkungsgrad von Solarzellen weiter erhöht werden kann, um den Herstellungspreis für Solarstrom zu senken. Und was wir uns allen weiterhin wünschen, ist: Spaß an der Arbeit!

http://www.badische-zeitung.de/jobmotor

Autor: sie