Mehr Wohnraum in Oberried

Erich Krieger

Von Erich Krieger

Mi, 17. Oktober 2018

Oberried

Rege Teilnahme bei der Mitgliederversammlung der Wohnbaugenossenschaft Ursulinenhof.

OBERRIED. Die dritte Mitgliederversammlung der noch jungen Wohnbaugenossenschaft Ursulinenhof (WGU) fand am vergangenen Freitag in der vollbesetzten Klosterscheune in Oberried statt. Die von Bürgern der Gemeinde gegründete Genossenschaft realisiert derzeit den Bau von zwei mehrstöckigen Häusern mit insgesamt 24 Mietwohnungen in Holzbauweise. Damit soll dem spürbaren Mangel an Mietwohnungen zu bezahlbaren Mieten im Ort abgeholfen werden.

Aufsichtsratsvorsitzender und Bürgermeister Klaus Vosberg eröffnete die Versammlung nach der Begrüßung mit dem anschließenden Bericht des Aufsichtsrats. Danach gab Genossenschaftsvorstand Johannes Rösch einen Rückblick auf das vergangene Jahr und erläuterte die Baufortschritte der beiden Mehrfamilienhäuser, die für jeden gut sichtbar am Ortseingang von Oberried im Rohbau nahezu fertiggestellt sind. Bei weiterhin planmäßigem Baufortschritt nannte Rösch als möglichen Einzugstermin den Juni 2019, weshalb man jetzt mit der Vermietungsphase beginnen werde. Genossenschaftsmitglieder könnten sich ab sofort um Wohnungen bewerben. Der Vorstand legte der Versammlung dazu einen Katalog von Vergabekriterien zur Diskussion und Abstimmung vor.

Kriterien für die Vergabe

Als mit jeweils einem Punkt bewertete Kriterien wurden unter anderem beschlossen: Dauer der Mitgliedschaft, Familiensituation (Kinder oder bestehende Schwangerschaft), gesellschaftliches Engagement, kein eigenes Auto (Mobilitätskonzept) oder erfolgreiche Mitgliederwerbung. Bei Gleichstand in der Punktzahl bei Bewerbern entscheidet die Zahl der nachweislich geworbenen Mitglieder. Nicht anwesende Mitglieder und Interessierte können die Kriterien auf der Homepage abrufen. Daniel Schneider, verantwortlich für Koordination und Öffentlichkeitsarbeit bedankte sich bei Bürgermeister Vosberg für dessen Engagement für das Ursulinenareal und der unermüdlichen Unterstützung der Genossenschaft. Sein besonderer Dank galt den Mitgliedern, die anfänglich mit sehr viel Vertrauen ein gewisses Risiko mitgetragen hätten, die aber jetzt stolz darauf sein dürfen, dass in Oberried zwei Mehrfamilienhäuser mit insgesamt 24 Wohnungen von Bürger für Bürger gebaut würden.

Schneider kündigte an, dass die Genossenschaft sich auch in Zukunft mit Belangen der Gemeinde beschäftigen werde. Als Beispiel nannte er die Weiterentwicklung von Elementen einer lokalen Dorfökonomie. Mit der Bürgergemeinschaft Oberried sei man bereits in Gesprächen über ein künftiges Mobilitätskonzept. Die zahlreichen anwesenden Mitglieder nutzten die Gelegenheit für einen lebendigen Austausch. Aufsichtsrat und Vorstand wurden entlastet.