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04. Januar 2010 15:28 Uhr

Trainingslager in Alicante

Ömer Topraks Comeback steht unmittelbar bevor

Sieben Monate nach seinem schweren Kartunfall ist Ömer Toprak ins Mannschaftstraining des SC Freiburg zurückgekehrt. Steht er bereits am 6. Januar im Trainingsspiel gegen den FC Elche wieder auf dem Platz?

  1. Mittendrin statt nur dabei: Ömer Toprak (Zweiter von links) trainiert wieder mit der Mannschaft des SC Freiburg. Foto: Meinrad Schön

CAMPOAMOR. Ömer Toprak bekommt das Grinsen nicht mehr aus dem Gesicht. "Super", sagt der 20-Jährige, "ein super Gefühl." Rund sieben Monate nach seinem Kart-Unfall hat der Innenverteidiger des SC Freiburg gerade seine erste Übungseinheit mit den Teamkollegen hinter sich. Im Trainingslager in Campoamor, 75 Kilometer südlich von Alicante gelegen, darf er endlich wieder ein ganz normaler Fußball-Profi sein. Vorbei die Zeit, in der er sich allein durch Reha und Individualtraining kämpfen musste, um auf den Platz zurückkehren zu können. "Wir lassen ihn jetzt ganz normal mittrainieren", erklärt SC-Trainer Robin Dutt. "Es gibt auch keinen Bonus für ihn, keine Schonung." Was hart klingt, soll einfach verdeutlichen: Topraks Genesungsprozess scheint nahezu abgeschlossen, die Fortsetzung seiner Karriere wird immer wahrscheinlicher. "Wenn er sich gut fühlt, wird er im Testspiel am Mittwoch gegen den spanischen Zweitligisten Elche vielleicht eine Halbzeit spielen", so Dutt weiter. Und zumindest nach den ersten knapp zwei Stunden Training scheint das der Fall zu sein. "Bis jetzt ist alles gut", signalisiert Toprak; "keine Probleme".

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Nachhilfe für Cissé und Namouchi

Bis zum Samstag weilt der Sportclub an der Costa Blanca. Es ist ein kurzes Trainingslager. Bereits am 16. Januar beginnt wegen der Weltmeisterschaft im Sommer die Rückrunde. Dementsprechend straff muss Robin Dutt den Aufenthalt gestalten. "Das komplette Programm in Offensive und Defensive kurz anreißen, die wichtigsten Bausteine wiederholen", beschreibt der Coach seine Planung. Dazu noch ein kleines konditionelles Paket.

Die Neuzugänge Papiss Cissé und Hamed Namouchi bekommen dadurch in täglich zwei Einheiten (morgens und nachmittags) quasi einen Crashkurs in Sachen SC-Fußball. Was nicht ganz einfach ist. Sich an die Arbeit in der Bundesliga und speziell beim Sportclub Freiburg zu gewöhnen, braucht Zeit. "Das hat die Erfahrung gezeigt", so Dutt. "Am Morgen zwei Stunden zu trainieren, das sind die Jungs nicht gewöhnt. Die haben vermutlich nach dem Aufwärmen gedacht: Das war’s." Sowohl Cissé, der vom französischen Zweitligisten FC Metz kam, als auch der zuletzt vereinslose Namouchi haben im Gespräch mit Dutt offenbar eingeräumt, dass diesbezüglich Welten zwischen ihren früheren Arbeitgebern und Freiburg liegen.

Weiterer Test gegen den FC Basel

Immerhin müssen sich die beiden nicht auch noch mit widrigen Wetterverhältnissen herumplagen. Während der Winter Deutschland im Griff hat, ist das Klima in Campoamor frühlingshaft. Zwischen 15 und 20 Grad, mal sonnig, mal etwas bewölkt. Da lässt es sich angenehmer trainieren als im frostigen Freiburg. Zumal die Anlage, auf der die Breisgauer gastieren, eine nahezu optimale Infrastruktur bietet. Im Ressort Campoamor, eingebettet in einen Golfplatz mit Palmen und Orangenhainen, steht dem Sportclub ein eigenes, kleines Hotelgebäude samt Schwimmbad zur Verfügung. Zu den beiden Trainingsplätzen, die in einem ausgezeichneten Zustand sind, sind es nicht mehr als ein paar Schritte.

Nur einen zweiten Testspielgegner konnte der SC für die Zeit in Spanien nicht finden. Doch auch dieses Problem ist gelöst. Am Samstag, unmittelbar nach dem Rückflug, wird es eine Partie gegen den FC Basel geben. Lediglich Ort und Zeit stehen noch nicht fest.

Autor: René Kübler