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08. Juli 2011
Triathlon
Sprint-Triathlon in Offenburg am Samstag
Sprint-Triathlon in Offenburg am Samstag mit hochwertiger Besetzung / Hobbyathleten sind am Sonntag an der Reihe.
TRIATHLON. Große Namen zieren die Starterliste beim Hansgrohe-Triathlon am Wochenende am Offenburger Gifizsee. Beim Profi-Wettbewerb am Samstag, der mit dem Etikett "Worldclass Supersprint" versehen wurde, treten unter anderem der zweifache Weltmeister Javier Gomez aus Spanien und die Olympiasiegerin und dreifache Weltmeisterin Emma Snowsill aus Australien an. Am Sonntag stehen die Hobby-Triathleten im Fokus.
Bei den ersten beiden großen Triathlonveranstaltungen in Offenburg in den Jahren 2009 und 2010 waren Bundesliga-Wettbewerbe zu erleben. Der "Worldclass Supersprint" stellt nun eine Veränderung dar. Jörg Scheiderbauer, dessen Firma die Veranstaltung organisiert, sagte bei einem Pressegespräch am Mittwochmittag: "Die Bundesliga ist ein Mannschaftswettbewerb, der war für die Zuschauer nicht so transparent. Da kam einer als Erster ins Ziel und man konnte das nicht so recht einordnen." Jetzt also dieser Wettbewerb, den es nur in Offenburg gibt und der nicht Teil einer Serie oder Wertung ist.Wieder dabei ist Daniel Unger aus Bad Saulgau. Im Sprintwettbewerb der Männer, der am Samstag um 17.30 Uhr beginnt, könnte es zu einem Duell zwischen Unger und dem amtierenden Weltmeister Javier Gomez kommen. Die beiden gelten als alte Rivalen. Im Jahr 2007 schnappte Unger dem Spanier den WM-Titel vor der Nase weg. Doch schon im Jahr darauf hatte Gomez die Nase vorne. 2010 landete der Iberer den nächsten Coup. Während Unger wegen einer Serie technischer Defekte und verletzungsbedingt zum Zuschauen verdammt war, fuhr Gomez zu seinem zweiten WM-Titel.
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In Offenburg messen sich die Kontrahenten auf der Sprintdistanz (400 Meter Schwimmen, 20 Kilometer Radfahren und 5 Kilometer Laufen). Daniel Unger sagt über den Konkurrenten: "Er wird das Rennen schnell und hart machen. Er ist ein sehr schneller Schwimmer, seine Füße sind im See mein Ziel. Wenn man ihn schlagen kann, dann nur im Endspurt." Beim Sprint der Frauen, der um 16 Uhr beginnt, ist die erfolgreichste Triathletin aller Zeiten, die Australierin Emma Snowsill, klare Favoritin. Außenseiterchancen besitzen die deutsche Meisterin Ricarda Lisk aus Schondorf.
"Der Wettbewerb von Offenburg liegt eine Woche vor dem Weltmeisterschaftsrennen in Hamburg und gilt in der Branche deswegen als letzter Härtetest", sagte Torsten Mayer vom Titelsponsor Hansgrohe. Zudem leite er die die heiße Phase vor der Olympiaqualifikation im August ein.
Der Kurzsprint findet in Offenburg auf einem sehr kompakten Wettkampfareal statt. Nach der Schwimmrunde im Gifizsee geht es auf die fünf Kilometer lange Radrunde, den Offenburger Südring, die vier Mal durchfahren wird, bevor es zum Finale am Seeufer kommt. Im vergangenen Jahr sahen 3 000 Zuschauer das Rennen. In diesem Jahr rechnet Scheiderbauer mit 5 000 Menschen. Durch die Live-Berichterstattung über eine LED-Wand entgeht den Fans dabei keine Sekunde des Rennens. Scheiderbauer wird Fensehbilder produzieren, für die seiner Aussage nach auch das ZDF und der SWR Interesse gezeigt hätten.
Der Offenburger Sportbürgermeister Christoph Jopen bekannte, dass er zu Beginn selbst etwas skeptisch auf die Initiative geblickt habe, begrüßte aber, dass sich der Triathlon mittlerweile etabliert habe: "Für Offenburg ist das im Sportkalender einer der wichtigen Termine."
Der Sonntag steht im Zeichen des Breitensports. Rund 500 Meldungen liegen dem Veranstalter für die beiden Strecken vor. Um 9 Uhr gehen die Starter der Olympischen Distanz (1,5 Kilometer Schwimmen, 40 Kilometer Radfahren, 10 Kilometer Laufen) ins Wasser, um 10 Uhr folgen die Starter der Sprintdistanz.
Autor: Uwe Schwerer
