Zur Navigation Zum Artikel

Wenn Sie sich diesen Artikel vorlesen lassen wollen benutzen Sie den Accesskey + v, zum beenden können Sie den Accesskey + z benutzen.

12. April 2013

Rätselhafte Röntgenbilder

Oppenauer Medienkünstler ist einem Geheimnis auf der Spur.

  1. Timm Otto Roth spricht am 16. April 2013 um 17.30 Uhr bei uns und präsentiert dabei eine kleine Sensation: Er hat Röntgen-Original-Totalaufnahmen des geheimnisumwitterten niederländischen Radiologen Denis Mulder (1883-1960) ausfindig gemacht, Foto: Denis Mulder

OFFENBURG. Der aus Oppenau stammende Tim Otto Roth (38) ist ein Künstler mit Hang zu Größe und originellen Konzepten. 2011 illuminierte er im New Yorker Naturkundemuseum die kugelige Außenhaut des Planetariums mit einer Laserlichtinstallation. Bei den "Kunsttagen Offenburg" im alten Gefängnis, die heute, Freitag, starten, zeigt er Bilder, die nur mit dem Smartphone zu erkennen sind. In seiner medienwissenschaftlichen Promotion beschäftigt sich Roth mit Schattenbildern. In diesem Zusammenhang hat er sich auch mit den rätselhaften Ganzkörper-Röntgenaufnahmen des Radiologen Denis Mulder (1883 bis 1960) beschäftigt, über die er am Dienstag, 16. April, einen Vortrag in Stuttgart hält.

1927 erschien eine außergewöhnliche Publikation. Der niederländische Radiologie Denis Mulder stellt darin seine nahezu verzerrungsfreie Technik vor, mit der es ihm erstmals gelang, Röntgenaufnahmen eines ganzen Menschen auf einem einzigen Film herzustellen. Zwei Jahre später präsentiert er vier solcher Arbeiten auf der legendären Werkbundausstellung "Film und Foto" in Stuttgart. Geheimnisumwittert ist bis heute, wie es dem exzentrische Lichtmediziner gelang, diese Aufnahmen herzustellen. Tim Otto Roth konnte Kontakt zu den Kindern von Mulder herstellen, die noch in Besitz dreier Originalaufnahmen sind. Er wird in Stuttgart Details dieser Aufnahmen erstmals der Öffentlichkeit vorstellen.

Werbung


Bei der Vernissage und den Künstlergesprächen der Offenburger Kunsttage (12. bis 21. April) ist er sicher bereit, auch über dieses Projekt Auskunft zu geben.

http://www.kunsttage-offenburg.de. Röntgenästhetik zwischen Plastizität und Transparenz, 16. April: Universität Stuttgart Keplerstr. 17 (K II) Raum 17.17. 17.30 Uhr

Autor: bz