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10. August 2012

Naturschauspiel

Am Wochenende gute Sicht auf Sternschnuppenschauer

Bis zu 100 Sternschnuppen pro Stunde verspricht der reichste Meteorstrom des Jahres, die Perseiden. Das Wetter und die Temperaturen sollen am Wochenende mitspielen. Am besten sieht man die Sternschnuppen zwischen Mitternacht und Sonnenaufgang

  1. Bewegung am Sternenhimmel ist in den kommenden Nächten zu erwarten: Dann regnet es Sternschnuppen. Foto: AFP

BERLIN (dpa/AFP). Da kann man sich schon mal ein paar Wünsche überlegen: Bis zu 100 Sternschnuppen pro Stunde verspricht der schönste und reichste Meteorstrom des Jahres, die Perseiden, in diesen Tagen. Der Höhepunkt des Spektakels liegt genau auf dem kommenden Wochenende.

"Sternschnuppen sind morgens grundsätzlich besser zu beobachten. Die Stunden zwischen Mitternacht und Sonnenaufgang sind daher am aussichtsreichsten", erklärt der Stuttgarter Astronomie-Professor Hans-Ulrich Keller.

Regnen wird es in dieser Zeit zum Glück fast nur Sternschnuppen – das Wetter spielt mit. "Wir kommen zunehmend in den Einflussbereich eines Hochdruckgebietes. Das heißt, es klart nachts auf. Es gibt dann vielerorts gute Bedingungen zur Beobachtung der Perseiden", sagt Thomas Ruppert, Meteorologe beim Deutschen Wetterdienst in Offenbach.

Die meisten Sternschnuppen fallen in der Nacht von Samstag auf Sonntag. "Da haben wir das Glück, dass auch das Mondlicht die Sicht auf die Perseiden nicht stören wird", erklärt Keller. Am Montag endet das himmlische Schauspiel dann.

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Die Perseiden sind nach dem Sternbild Perseus benannt, da der Sternschnuppenschauer daher zu kommen scheint. In Wahrheit kommen die Meteore aus der unmittelbaren Umgebung der Erde: Sie kreuzt alljährlich im August eine Wolke winziger Teilchen, die der alle 133 Jahre wiederkehrende Komet "Swift-Tuttle" auf seiner Bahn um die Sonne zurücklässt. Dann dringen die meist nur stecknadelgroßen Kometenteilchen in die Atmosphäre ein und verglühen dort.

STERNSCHNUPPEN

Die Bruchstücke der Kometen heißen Meteoroide. Den einzelnen Lichtstreif am irdischen Himmel nennen Astronomen auch Meteor. Ist ein Teilchen so groß, dass es nicht komplett verglüht, sondern auf die Erde fällt, heißt es Meteorit. Die auffallendsten Meteorströme sind neben den Perseiden die Leoniden im November.  

Autor: dpa

Autor: dpa