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27. April 2017

Vietnam siedelt Menschen um

20 000 Familien aus dem Mekong-Delta sind betroffen.

HANOI (dpa). Aus Sorge vor weiteren Erdrutschen will Vietnam im Delta des Mekong nach Berichten der staatlichen Presse 20 000 Familien umsiedeln. Demnach besteht in der südvietnamesischen Provinz An Giang auf einer Strecke von 30 Kilometern akute Gefahr, dass Häuser in den Fluss abrutschen. Die Tageszeitung Thanh Nien berichtete am Mittwoch, dass etwa 100 Immobilien gefährdet sind. Am Wochenende waren 16 Häuser Opfer der Erd- und Wassermassen geworden.

Le Anh Tuan, stellvertretender Leiter des Instituts für Klimaforschung an der Universität Can Tho, sagte: "Im Mekong-Delta besteht die Gefahr von Erdrutschen und Erosion." Auf einer riesigen Fläche wird Reis angebaut. Etwa die Hälfte der vietnamesischen Reisproduktion stammt von dort. Die Erosion wird nach Tuans Angaben durch Dämme und Stauseen am Oberlauf des Flusses sowie den Abbau von Sand verschärft. Der Mekong ist mit mehr als 4300 Kilometern einer der längsten Flüsse der Welt. Er mündet ins Südchinesische Meer. 17 Millionen Menschen leben dort. Sie befürchten, dass wegen des Klimawandels immer mehr Salzwasser ins Landesinnere gelangt und große Teile des Flusses verschwinden.

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Autor: dpa