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22. Juli 2010 09:09 Uhr

Eintracht Frankfurt gegen Racing Strasbourg

Befürchtete Randale beim Fußballspiel bleiben aus

Ohne nennenswerte Probleme ging am Mittwochabend im Kehler Rheinstadion das Fußballfreundschaftsspiel zwischen Eintracht Frankfurt und Racing Strasbourg über die Bühne. Dabei hatte im Vorfeld alles auf eine mögliche Auseinandersetzung hingedeutet.

KEHL. Die Polizei befürchtete Probleme, weil die Straßburger Fußballfans eine enge Freundschaft zu Karlsruher Anhängern hegen. Und die liegen sich seit langem mit den Frankfurtern sprichwörtlich in den Haaren, heißt es in dem Bericht. Zuletzt hatten Frankfurter Fans im Februar den Karlsruhern ein Fanprojekt zerstört. Es war also noch eine Rechnung offen.

Für die Verantwortlichen Grund genug zu überlegen, ob die Partie in Kehl überhaupt stattfinden sollte. Letztlich entschloss man sich, das Freundschaftsspiel wie geplant durchführen zu lassen. Die Polizei bereitete sich aber auf eine mögliche Auseinandersetzung vor und setzte letztlich im und um das Stadion mehr als 200 Beamtinnen und Beamte aus der Ortenau und den Bereitschaftspolizeidirektionen Bruchsal und Lahr ein. Zudem hatte die Bundespolizei vorsorglich in den Zügen von Karlsruhe nach Kehl mehr als zwanzig Uniformierte aufgeboten. Und die Stadt Kehl hatte für das Stadion verschiedene Auflagen erteilt, unter anderem durfte vor, während und nach dem Spiel kein Alkohol ausgeschenkt werden.

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Die Polizei begleitete die Fans zum Stadion, wo Frankfurter und Straßburg/Karlsruher Anhänger getrennt wurden. Nach und nach versammelten sich dort unter den rund 1200 Fans auch 170 Männer und Frauen, die zur Gruppe gewaltbereiter Problemfans gerechnet werden. Rund 140 aus Frankfurt und weitere 30 aus der Gruppierung Karlsruhe/Strasbourg. Doch es bleib alles ruhig.

Auch der Abmarsch war ähnlich organisiert. Aber auch schon während des Spiels war alles ruhig geblieben, so dass schon ab 21 Uhr die ersten Polizeikräfte wieder entlassen werden konnten. Und dass später noch ein paar Fans in einem Lokal ihre Zeche nicht bezahlen wollten, schadet dem positiven Gesamteindruck nicht. Das Spiel endete im Übrigen mit einem 3:2-Sieg für die Hessen.

Autor: bz